Lyrische Prosa, lyrische Klangwelten, Slamtexte, Piktolyrik, Lyrik - das Wort, Sphüngs, Zirkelschneck und andere freischwurbelnde Absonderlichkeiten, grenz-
und kopfüber ...
Donnerstag, 11. April 2024
Zen, oder die Kunst der Stille im Schreiben literarischer Texte
Montag, 12. September 2022
schnüren
schnüren ...
... irgendwann macht man sich auf und sucht, warum auch immer. fragen gibt es nicht, der schnee ist frisch, leises
knurspeln unter den sohlen das einzige geräusch. blauer vollmond - die sonne scheint. dann stößt man auf eine spur
und hält ein inne.
fest - und es zerfällt. da ist noch mehr. verwittert, so flüstert ein datum. frisch, raunt ein blinder seefahrer.
schnüren ...
... diese spur entlang und einen gedanken, den man sich nicht einzigartig denken kann, so vertraut die abfolge längst
verlorenen schreitens. flucht? kreisen? aufbruch? spur ohne witterung, bytes ohne duft, der eigene atem trügerisch
warm an kalten kristallen. die hielten nur die form. einzigartig. jedes menschen leben einzig, verwundbar.
schnüren ...
... blutstropfen. der fuchs hört ihr pulsen ...
Samstag, 2. März 2019
Aus einer Quelle gelesen
Mittwoch, 25. Oktober 2017
Das Weiße
Weiß ist wie Ebbe, ist mehr als das Fehlen von Farbe, ist mehr als die Abwesenheit von Schwarz. Schwarz auf Weiß ist aufkommende Flut, präsent, das Weiße scheint Grund zu sein dem Schwarzen, Hintergrund – und doch ist es mehr als nur ein Dahinter. Vielleicht ist es das Davor. Enthält sein Widerschein doch alle Farben und wirft sie zurück, unserem Auge entgegen. Weißes Licht, ungebrochen, ungebrochenes Siegel. Vielleicht ist das Weiße die eigentliche dunkle Materie der Literatur. Ist Stille, die vor dem Urknall, ist das Schweigen, füllt Leerzeichen an und Leerzeilen. Lässt Raum, lässt Welten Raum, Weltraum. Das Weiße ist diesem Universum [Literatur] Voids. Und Geschichten, auch die noch nicht erzählten, sind darin die Filamente, schwarz auf – aus weiß sich erschaffend, abbildend. Und so, wie die Voids des uns umgebenden Universums zu riesig sind, als dass sie mit dem Weichen der Materie aus diesen Räumen zu erklären wären und also zugleich mit der baryonischen Materie entstanden, so ist das Weiße mit all dem ungedacht, ungesagt Verborgenen darin entstanden, als der erste Organismus zu denken begann. Der in uns geborgenen, noch nicht erzählten Geschichte kommen wir über die Stille, das Schweigen und das Weiße in uns näher als über alle Weisheit. Weisheit, die sich uns schwarz auf weiß ausbreitet, einem Sternenzelt gleich, wie es uns vertraut ist, wenn wir des Nachts verlassen, was uns über den Tag Schneckenhaus war, ist. Den Tag über, wenn wir Sonnenuhren folgen.
Freitag, 6. Januar 2017
Über weiße Elefanten im Porzellan
Montag, 19. Dezember 2016
Das Weiße
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| Mit freundlicher Genehmigung durch Rittiner&Gomez, Spiez, CH |
Dienstag, 12. Juli 2016
Finden und Verlieren
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| Mit freundlicher Genehmigung durch Rittiner&Gomez, Spiez, CH |
Stadteinwärts, den Bürgersteig hinab, machte er zwischen den unscharfen Silhouetten eine aus, die nicht wie die anderen zielstrebig dahineilte. Aus der Ferne betrachtet wirkte sie wie Treibgut im Spiel der Wellen, das zwar der Strömung folgte und doch, aus der Balance geraten, von einem Wellental ins nächste geworfen wurde.
Gegen das Fenster
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| Mit freundlicher Genehmigung durch Rittiner&Gomez, Spiez, CH |
Passt schon!
Auf dem Rad in die Stadt
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Srrr...
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| Mit freundlicher Genehmigung durch Rittiner&Gomez, Spiez, CH |
Hinterm Deich, vor dem Deich
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| Mit freundlicher Genehmigung durch Rittiner&Gomez, Spiez, CH |
Erinnern. Noch nie hatte er bei Sturmflut auf dem Deich gestanden. Wer steht schon bei Sturmflut auf dem Deich – oder fährt aufs Meer hinaus … Ratur erinnerte Bilder, Bilder, die jemand anderes gesehen und die er, Ratur Lite, in sich aufgenommen hatte und bewegte, als wären sie die eigenen.
Auch so eine Art Deich mit Meer davor und einem Menschen dahinter, der Rad fährt.
Von oben und unten
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| Mit freundlicher Genehmigung durch Rittiner&Gomez, Spiez, CH |
Das Schlagen der Wellen verlor sich hier oben im Wind, der gedreht hatte und es hinaus trug auf die See. Hinaus auf See, ablandig - wie Raturs Zögern, der auf der Deichkrone stand. Die rechte Hand in der Hosentasche schloss sich um ein paar Schneckenhäuschen, spürte sie rollen zwischen Fingern und Handfläche. Schon hier, noch in Sichtweite, schwand das leise Klirren im Kommen und Weichen der anlandenden Wellen zu Idee, Erinnerung, eine mit der Gewissheit, sie ein paar Meter weiter unten wahrgenommen zu haben und wahr genommen.
Vom Meer blieb Raturs Sinnen mit jedem Schritt hinab auf die andere Seite des Deichfußes nur die salzige Luft mit grauen Wolken vor Taubenblau. Schon flutete landseitig das Rauschen der mit den Böen sich wiegenden Weiden und Pappeln sein Hören.
Sonntag, 26. Juni 2016
Ins Leere?
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| Mit freundlicher Genehmigung durch Rittiner&Gomez, Spiez, CH |
Im Blauen …
Oma!
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| Mit freundlicher Genehmigung durch Rittiner&Gomez, Spiez, CH |
Strandgut
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| Mit freundlicher Genehmigung durch Rittiner&Gomez, Spiez, CH |
Ein Schiff
Ich bin jetzt bereit für ein Kind …
Überrascht wandte Ratur sich ihr zu …
Halt
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| Mit freundlicher Genehmigung durch Rittiner&Gomez, Spiez, CH |
Nun, an diesem Tag war Ratur nicht ans Meer gekommen, um Halt zu suchen. Wer geht schon ans Meer, wenn er Halt sucht?
Und nun saß er da neben einer Unbekannten und bot Halt und spürte die Wärme, die von ihrer Schulter ausging und seine Schulter dort anfüllte, auf der ihr Kopf ruhte mit dem Grau ihrer Locken, das vor seinem Blick aufs Meer hinaus im Wind tanzte.
Um ein wenig Halt mehr legte er seinen Arm um die Alte an seiner Seite und fühlte sich auf eigenartige Weise zu zweit willkommen.
Zwei
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| Mit freundlicher Genehmigung durch Rittiner&Gomez, Spiez, CH |
Ratur setzte sich, den Blick aufs Meer, in den Sand. Sie folgte, strich den Saum ihres Kleides über die Knie zu den Waden hin glatt, lächelte durch Ratur hindurch und hakte sich erneut bei Ratur unter, dessen Arme seine Knie umfasst hielten.
Sie lächelte, legte den Kopf an seine Schulter. Ab und an strich sie eine Locke aus der Stirn, die der Wind dort sogleich wieder hinein warf, ein sich immer neu schöpfendes Spiel.
Ich heiße Ratur!
Ihr Lächeln, dieser Blick.
Das Meer … wies Ratur in die Ferne. Ihr Blick folgte seinem Fingerzeig … Ist es nicht schön?
Sie nickte.
Leben Sie hier?
Ich weiß es nicht.
Verloren und zugleich sich dieser Unbekannten verbunden, die sich neben ihn gesetzt und an ihn gelehnt hatte. Eine Frau, der er ein Halt war, welcher ihm selbst unentdeckt blieb.














