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Mittwoch, 12. September 2012

Sequenz ... mit ern

fern ist etwas, das weit weg ist, selbst in mir drin ist es weit weg ... entfernt ... das f vor ern, weiter noch als ern von st entfernt ist nach vorn oder hinten, oben oder unten oder von g. dem k wird ern hart, dem f wird es weh, das g am ern bringt dich mir nah. doch dann, entgernt, entkernt, entsternt ... entfernt, ach, entfernt kannst du mir nicht werden oder sein, denn in meinem kern ist ein stern, das bist du. du lächelst, dass du kein stern bist, dass du fern bist, dass du nie wieder sein wirst, was du mir nie warst, meinst du, steinst du, keinst du, fern, stern, kern. fern ist etwas, das weit weg ist, selbst in mir drin noch weit weg ... aber in mir bist du nicht weit weg, dein gern, dein stern in mir ist anders als der ... in gestern, dein ernst sternst du mir zu wie du fernst ... fern ist dein weg, fern bist du, was du mir bist, ist da, ist nah, ist ja, ist, was es war, ern ... und du, du bist mein tuvalu.



Ludwig Janssen © 21.6.2010

Sequenz ... mit Himbeere

Draußen ist Juni, drinnen ist müde, der Himmel blau mit Milch - und mir geht eine Himbeere durch den Sinn. Ich meine, sie auf dem Mund spüren zu können, sie schmiegt sich mir zwischen die Lippen, ihre kleinen Beerchen kitzeln meine Zungenspitze. Reif ist sie, reif und süß. Drinnen ist müde, draußen ist Juni mit Himmel, Blau mit Milch.

Ludwig Janssen © 10.6.2010

Sequenz ... mit einem Milchmädchen darin

Eines Nachts, der Winter war alt und lag im Sterben, neigte sich das Milchmädchen mir zu und hauchte Worte des Abschieds in meine Muschel.

Dort landen sie seither an, schlagen an die Küste, verlaufen sich Weiß in Schwarz: Perlmutt im Lied der Amseln.

Ludwig Janssen © Juni 2010