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Freitag, 29. März 2013

Vögel an meinem Himmel

Die Vögel an meinem Himmel ziehen in Schwärmen, heringsum, herungsum - und flunderschön, seifenonomatopoetische Blasen schweben, Leben darin Walnussgesang und darunter, am Grunde im Grunde Übergang mein Untergang, Gang!Gang! dem Wiewiewie?, dass ich sterbe. Wem? Dem, der mir Erbe und dem, dem ich folge, das Wort Wolge schreibe zur Bleibe in die und unter die Wolken, zum Haus des Bleibens im Blau allen Treibens entlang terragener Hülle. Fülle liegt jenseits von Atmosphären und deren Atmen, Atomen und Quarks, zu vergleichen vielleicht dem Teich eines Parks, in dem Menschen wandeln, um Frösche und Enten, Quakquak und Räb!Räääb!
Gäb’s dem Irgend ein Wo, das Fähre wäre, übersetzte den Geist (du weißt schon) ans andere Ufer, an dem der Rufer „ … ist nicht von dieser Welt“ Ausschau hält, so weiß ich schon jetzt einen Styxling darunter, der munter dem Süßwasser Bitterling ist, und dessen Himmel ist des Menschen Gewimmel mit all seiner Angst zu verlieren Gestalt, Haltung, Halt und Erkennen – ich mag es das zeitweilig Formgebende nennen, in dem er sich einrichtet: ein Schneckenhaus.



Ludwig Janssen © 29.3.2013
Kontemplativer Flow zum heutigen Karfreitag

Dienstag, 5. Februar 2013

Symbiont

in mir schläft der Tod und träumt
er wächst aus meinen Stunden
aus seinem dunklen Träumen
wieder wird mir Wort und Licht
bis zum letzten Augenblick
bleiben wir uns – verbunden



Nicht, dass ich ihn riefe, nein
er erwacht schon früh genug
was mir wirklich Angst macht: Ich
könnte einmal auf ihn warten
weiß doch in jedem Atemzug
meinen schlafenden Freund Hein

und bin sein lichter Garten.


Ludwig Janssen © 5.2.2013 (Erstfassung: 12.2.2007)

Dienstag, 29. Januar 2013

Ach …


du gingst - und mit dir ging das Leben, so ist das eben hier
und als du dann gegangen und das Leben angefangen
hatte, so zu sein, gemein, gegangen und allein zu sein 
da stiegen du und ich und alle neben allem Leben
neben allem Streben, Strömen, Sehen, Sein und aller Spur
dem Was-Wäre auf die Fähre und vielleicht dem Wenn-du-Nur
doch da schwamm ein Styxling in den guten Fluten, schwieg und stieg
die Wasserpest entlang dem Uferrufer, seinem Schicksal
allem Gehen, Gingen, Sinnen - Fischerinnen fingen ihn -
entgegen, welch ein Segen, welch ein Regen fiel hernieder
wieder Flieder, immer wieder und inmitten Bachgefie
der Lieder Klang den Fluss entlang - du gingst - mit dir das Leben

 Ludwig Janssen © 4.4.2012