Lyrische Prosa, lyrische Klangwelten, Slamtexte, Piktolyrik, Lyrik - das Wort, Sphüngs, Zirkelschneck und andere freischwurbelnde Absonderlichkeiten, grenz-
und kopfüber ...
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Freitag, 9. Januar 2015
Klangraum Wort: Sprache
Sprache - das Wort und die Laute darin.
Sprache - a word and the sounds within. Creating space within a word by sounding it out.
Klangraum schaffen aus dem Wort heraus, in dem, indem man es tönen ... lässt, lauten ... lässt: Wortlaut.
wOrt:Laute
schSCH sch... p... raaraaRAAroar rarach... chhh...e... Sprache, Sprache, Sprache ...
[ ... :sssmmmyislandsss) ... ]
:)!
Montag, 27. Januar 2014
Sequenz … mit einem Schmetterlingshaus
Ich frage mich, ob ich dich dort finden würde, vertieft in
Lauschen. Einem, in dem man die Stille sich bauschen hört, ungestört … F … f …
f …alter Gestalter phonetischer Phantasie und du inmitten knospendem Innerkreisen
auf einer der Reisen in den Klang von wOrten, Insel einer sich in und aus
deiner Ohrmuschel neu schöpfenden Welt, du barfuß unterwegs auf dem Schlag
ihrer Flügel unter deinen geschlossenen Lidern.
Ludwig Janssen © 27.1.2014
Mittwoch, 23. Oktober 2013
Prinzessin Nurphonetis
mit Zelt zahmem Gen Volke
schreit @ und er dem him Mehl
Wassili bebt isst Tasse Leben
All, es Fass Sicht ein pflügt
hinten Klan Körper irrer Graz yeah!
Oh! Zeih Nichte ein Kai bildet
feile tu Clara pisst, Frem, Teer!
Ire, schön, heut isst Bison der’s
Hund Fohlen dete Anna Chi
Krauser, geh’ tanken!
Zoo Kehl langt, Mia nimm als
zinnlos Vieh Main Trauma Frikas
Auster Tunke Leid Inn schlicht:
Main e Prinz Esse in nur Fon ethisch
schreit @ und er dem him Mehl
Wassili bebt isst Tasse Leben
All, es Fass Sicht ein pflügt
hinten Klan Körper irrer Graz yeah!
Oh! Zeih Nichte ein Kai bildet
feile tu Clara pisst, Frem, Teer!
Ire, schön, heut isst Bison der’s
Hund Fohlen dete Anna Chi
Krauser, geh’ tanken!
Zoo Kehl langt, Mia nimm als
zinnlos Vieh Main Trauma Frikas
Auster Tunke Leid Inn schlicht:
Main e Prinz Esse in nur Fon ethisch
Ludwig Janssen © 22.7.2005
Mittwoch, 30. Januar 2013
K wie Klimt ...
… und dann der Vokal, mit dem sich unsere deutschen Lippen
an sich so schön lautmalerisch in Positur stellen. Ein klarer Vorteil gegenüber
Anglophonen mit ihren geradezu verkniffen geschlossenen Zahnreihen hinter dem
steifen „I“-Lächeln. Unser „U“-Mäulchen toppen, als Leibesübung betrachtet, nur
die Franzosen mit ihrem sinnlich regen Wörtchen.
Am Schlusss dann dieser Zischlaut erinnert an jenes verhängnisvolle
Züngeln und Zischen im Garten Eden: Eva ließ sich hinreißen und griff zu – Adam
kopiert seither diese Masche mit mäßigem Erfolg in Straßencafés, weiß Eva doch
inzwischen, was ihr blüht, wenn sie sich auf windige Versssprechen einlässst.
Sssaade.
Eines dürfen wir Deutsche jedoch nicht machen: dieses Wort
mit K wie Klimt zackig buchstabieren, denn dann wirft es uns Schlimmeres vor
die Füße als den Verrat des Judas, denn die Amis und ihre Kriegsschiffe hört
niemand heraus.
Doch als gehauchter Imperativ klickt uns das Wort mit K wie
Klimt doch immer wieder an - und wir spitzen die Lippen.
Ludwig Janssen © 23.6.2006
Samstag, 26. März 2011
Zum Schreiben: Über das und
Und – ein phonetisch sympathisches Wörtlein, spitzt man doch die Schnute, formt ein Fischmäulchen, wenn man es beginnt, zugleich endet es, so man möchte. mit weichem t-Laut. Man kann es aber auch mit breitem Froschmaul beginnen und mit peitschend zischigem t-Laut enden lassen.
Das und gehört zu den Konjunktionen, ist ein Bindewort. Die Verbindungen, die es herbeiführt, nein, zu deren Herbeiführung es hergenommen wird, werden kopulative Konjunktionen genannt.
Kopulation ist auch eine technische Umschreibung für den Geschlechtsakt. Also liegt Grund zu der Annahme vor, dass dieses kleine Wörtchen ein wüster Schlingel ist. Es kommt daher und kopuliert, was das Zeug hält. Dabei ist es ein Wort von Ehre, denn es ordnet nicht etwa unter, was es kopuliert, nein, es bindet es nebenordnend – wohl ein anderes Wort für „in Augenhöhe“, gleichwertig. Das und ist somit wahrscheinlich kein Chauvi. Ob aus „nebenordnend“ geschlossen werden kann, dass das und beim Kopulieren zweier oder mehrerer Dings die Löffelchenstellung anderen, eher unterordnenden Stellungen vorzieht, wird sicherlich aus dem Zusammenhang deutlich – hier nicht dem der Kopulierten, sondern deren Hangzusammenis mit dem Sinn des durch das und Verbundenen.
Philosophisch ist das und dem Yin und Yang (! Siehe, es steht bereits dort!) vergleichbar:
So vereint es über sein u das empfangende, weibliche Element mit dem phallischen Element des d, dazwischen n-eutral das n, ein Buchstabe, den auszusprechen immer mit ein wenig Drücken und Anstrengung verbunden ist, Weg, Wohllaut vielleicht, hier wäre ein m zu einseitig schön.
Das u küsst die kopulative Konjunktion, das t gesprochene d besiegelt im Loslassen des Zusammenhang stiftenden Wörtleins die T-rennung.
Ob der Kussmund (! Sieh, selbst hier!), die Fischschnute, die allein vom Denken des Wörtchens und im Hirn des Ausdenkenden aufgeht, der Grund ist, dass so viele Schreiber das und üppig einsetzen wie Pflastersteine?
Besonders in Gedichten undtet es, dass der visuphonetisch sensitive Leser geneigt ist, einen an der Mutterbrust nuckelnden Schreiber vor sich zu sehen, der und, und, und, und nuckelt, was die Nippel hergeben, oder einen kurz vor dem Umkippen stehenden Teich, in dem und-zählige Goldfische und, und, und, und, und nach Luft schnappen.
Das und ist ein klanglich wirklich schönes Wort, hat es verdient, überlegt aufgestellt zu werden. Welchen Sinn das macht? Vielleicht einen klanglichen, vielleicht einen rhythmischen, auf jeden, nein, im günstigsten Fall einen gestaltend intendierten, der sich nicht aufdrängt, sondern einschmeichelt.
… und, führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns …
Ludwig Janssen © 16.11.2010
Das und gehört zu den Konjunktionen, ist ein Bindewort. Die Verbindungen, die es herbeiführt, nein, zu deren Herbeiführung es hergenommen wird, werden kopulative Konjunktionen genannt.
Kopulation ist auch eine technische Umschreibung für den Geschlechtsakt. Also liegt Grund zu der Annahme vor, dass dieses kleine Wörtchen ein wüster Schlingel ist. Es kommt daher und kopuliert, was das Zeug hält. Dabei ist es ein Wort von Ehre, denn es ordnet nicht etwa unter, was es kopuliert, nein, es bindet es nebenordnend – wohl ein anderes Wort für „in Augenhöhe“, gleichwertig. Das und ist somit wahrscheinlich kein Chauvi. Ob aus „nebenordnend“ geschlossen werden kann, dass das und beim Kopulieren zweier oder mehrerer Dings die Löffelchenstellung anderen, eher unterordnenden Stellungen vorzieht, wird sicherlich aus dem Zusammenhang deutlich – hier nicht dem der Kopulierten, sondern deren Hangzusammenis mit dem Sinn des durch das und Verbundenen.
Philosophisch ist das und dem Yin und Yang (! Siehe, es steht bereits dort!) vergleichbar:
So vereint es über sein u das empfangende, weibliche Element mit dem phallischen Element des d, dazwischen n-eutral das n, ein Buchstabe, den auszusprechen immer mit ein wenig Drücken und Anstrengung verbunden ist, Weg, Wohllaut vielleicht, hier wäre ein m zu einseitig schön.
Das u küsst die kopulative Konjunktion, das t gesprochene d besiegelt im Loslassen des Zusammenhang stiftenden Wörtleins die T-rennung.
Ob der Kussmund (! Sieh, selbst hier!), die Fischschnute, die allein vom Denken des Wörtchens und im Hirn des Ausdenkenden aufgeht, der Grund ist, dass so viele Schreiber das und üppig einsetzen wie Pflastersteine?
Besonders in Gedichten undtet es, dass der visuphonetisch sensitive Leser geneigt ist, einen an der Mutterbrust nuckelnden Schreiber vor sich zu sehen, der und, und, und, und nuckelt, was die Nippel hergeben, oder einen kurz vor dem Umkippen stehenden Teich, in dem und-zählige Goldfische und, und, und, und, und nach Luft schnappen.
Das und ist ein klanglich wirklich schönes Wort, hat es verdient, überlegt aufgestellt zu werden. Welchen Sinn das macht? Vielleicht einen klanglichen, vielleicht einen rhythmischen, auf jeden, nein, im günstigsten Fall einen gestaltend intendierten, der sich nicht aufdrängt, sondern einschmeichelt.
… und, führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns …
Ludwig Janssen © 16.11.2010
Mittwoch, 9. März 2011
Klangbild Wort: Amboss
Amboss
Das Wort passt von Klang und Betonung her perfekt zum Werkzeug, das es bezeichnet, zu dessen Wirk-Lichkeit sowie deren sinnlicher Wahrnehmung:
Ich höre das „Am“ metallen singen, sehe Eisen tanzen auf massivem Stahl, glühen unterm Hammer, wie’s Form annimmt, lese „boss“ Widerstand, die Wucht der Schläge, sehe angespannte Kiefermuskulatur und prüfenden Blick, rieche Kohlenstoff verbrennen, höre „sss!“ und wünsche uns zurück in deine Werkstatt, Vatt.
Das Wort passt von Klang und Betonung her perfekt zum Werkzeug, das es bezeichnet, zu dessen Wirk-Lichkeit sowie deren sinnlicher Wahrnehmung:
Ich höre das „Am“ metallen singen, sehe Eisen tanzen auf massivem Stahl, glühen unterm Hammer, wie’s Form annimmt, lese „boss“ Widerstand, die Wucht der Schläge, sehe angespannte Kiefermuskulatur und prüfenden Blick, rieche Kohlenstoff verbrennen, höre „sss!“ und wünsche uns zurück in deine Werkstatt, Vatt.
Ludwig Janssen 12.12.2008 (meinem Vater gewidmet)
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