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Mittwoch, 20. Dezember 2017

Finterwinder



Der Finter ist ein Winder
seine Klüten balt
dringen tief vom Kirne aus
mei inne Glapperstehalt
Das kinstert und kanstert
wockt fleiß, und staum kockt
mir das Glut zu Brütze
Da schommst du, klingst
deine Mirme um Ach
und ich selde zu weriger Pfütze
Der Finter ist ein Winder
seine Klüten balt
dringen tief vom Kirne aus
mei inne Glapperstehalt
Ich schlale unch stelfend mid
herme träubei mir, was nicht
wen seinn, denn ich kanke
und mach doche ich dir, was
ich Eibe zu hagen, meine
Schentasie zum Gephanke
Der Finter ist ein Winder
mit einem Varin dogel
gleich verem Eichhorn einschläft

der zalte Keiten im Kobel.

Ludwig Janssen © 6.12.2009

Montag, 23. Dezember 2013

Winterlichtes

Gewinter überm Land und Schnee
dezembert es – ein Kind! das Licht!
Janu–Aar kreißt Frost und schneit
Flockengleichnis auf ein Meer
ein Jahr, Gedanken, Losigkeit

Und alles Lassen Febru-Aars
auf weißen, harschen Schwingen
bis in den März ein starres Land
dann fluten Flocken losgelöst
dem Grünen in den Dingen

Ludwig Janssen © 26.2.2005