in durchwachten Stunden, die sich breit ergießen
stillen Wassern gleich, die noch von Nachtblau monden
kühl in ungestörter Wandlung heimwärts fließen
nimmt uns Beizeitenströmung in das nächste Tag
für Tag und dessen ruheloses Sorgen um
schweigt und wartet auf der Dauer, die dem Wehen
eines Windhauchs zusteht, auf den Morgen, Mensch nun
und bereit, in jeden neuen Tag zu gehen
bis ans Ende, weiter noch und alles Tagen
sind wir nur Drehen, still, mit einem blauen Ball
bis mein Atem endet einst will ich dich tragen
treibt es uns um und um nur einen Stern im All
dunkelblaue Stunden lang mit Mondschein fließen
stillen Wassern gleich, in denen Sterne wohnen
dann in jähem Fall sich in das Morgen gießen
den Sonnenstrahlen lächelnd und dem neuen Tag
Lyrische Prosa, lyrische Klangwelten, Slamtexte, Piktolyrik, Lyrik - das Wort, Sphüngs, Zirkelschneck und andere freischwurbelnde Absonderlichkeiten, grenz-
und kopfüber ...
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Montag, 19. September 2022
Zwei durch die Nacht
Ludwig Janssen © 15.12.2004
Donnerstag, 6. Juni 2019
... Windhauch.
Des anderen Los
lassen, das eigene Los
lassen, eigenes Loslassen
lass es nicht los, wo des
anderen Los die Stille
sucht und Stille loslässt
lauschendem
Ludwig Janssen © 6.6.2019
Mittwoch, 30. November 2016
Bobel
Sie sitzen
und lachen
Kainer
und
Niamant
seltsame Brüder
seltsames Land.
und lachen
Kainer
und
Niamant
seltsame Brüder
seltsames Land.
Ludwig Janssen © 25.4.2007
Mittwoch, 12. September 2012
Sequenz ... mit Sterben darin
Eigentlich ist es gar nicht so fern, das Ende von was auch
immer, liegt da ein Körper, fühlt sich kühl an und steif, wie die Vase auf dem
Nachttisch, die Bettpfanne darin, der Nachttisch selbst, das Fensterglas. So
weit zu verlassenen Gefäßen und deren Nähe zu dem, was ist. Die letzte Wärme
gegangen, im steten Abgleich mit dem, was ist, verlor sie sich in der Matratze,
dem Bettgestell, im leichten Zug, der vom gekippten Fenster her ins Zimmer
strömt, Luft, Luft, Windhauch. Ein wenig aus dem Buch Kohelet, wenn man daran
denkt, ein Vorgang, bei dem Wärme anfällt, die mit dem Atem geht und dem, was
aufnahm, was ist von dem, der war, was war. Was bleibt, ist und soll doch nicht
alles sein. Das wars, was auch immer, ein Gefäß, ein Gedanke, allein, nun, wer
auch immer – das, was blieb, ist es nicht. Die deine Hände hielten sind nicht
die, denen deine was auch immer mit auf den Weg gaben, irgendwie verliert sich
noch immer auch das kleinste Fitzelchen Wärme im steten Abgleich mit dem, was
ist, ist das Weltall im Grunde allen Verlierens eine arschkalte Angelegenheit,
ein Fenster auf Kipp, durch das der Wind streicht, die Stille und der stete
Abgleich mit dem, was ist, traumloses Nichts und der Raum für die Zeit, die
Umarmung zu lösen.
"...
So habe ich eingesehen, es gibt kein Glück, es sei denn, der Mensch kann durch sein Tun Freude gewinnen. Das ist sein Anteil. [...]
..."
Kohelet 3,22
Ludwig Janssen © 22.7.2011
"...
So habe ich eingesehen, es gibt kein Glück, es sei denn, der Mensch kann durch sein Tun Freude gewinnen. Das ist sein Anteil. [...]
..."
Kohelet 3,22
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