was schwingt in dir so dunkelblau
und summt in tiefen Terzen dich
dass du so jung vom Abschied weißt
von dünnem Eis, das Leben heißt
trägt dich zu mir ein Bogenstrich
in meine Brust, du kleine Frau
spannst dich hin mir, auch dem Bogen
dem du das Streichen lässt und mich
rührt aus deinem Spiel mein Wissen
an ums Sterben und von Küssen
voll alles Klingen lediglich
Vögel, die nach Süden zogen.
Lyrische Prosa, lyrische Klangwelten, Slamtexte, Piktolyrik, Lyrik - das Wort, Sphüngs, Zirkelschneck und andere freischwurbelnde Absonderlichkeiten, grenz-
und kopfüber ...
Freitag, 20. September 2024
Schattensaiten
Dienstag, 14. Mai 2024
Wie ist das Universum klein
Ach, wie ist das Universum klein
passt in meinen Kopf hinein, geht
dort lächelnd aus, kehrt schweigend ein
hat sich, so zwischen meinen Ohren
noch nie verloren, so wie ich mich
in einem jeden seiner Lieder, die
schaue ich auf zu seinen Sternen
mich erfüllen, von mir entfernen
aus all den mir vertrauten Dingen
lösen, wieder heimwärts bringen
und auf einmal ist es riesengroß
wie mein Staunen, lässt mich los
atmet mich ein und schweigt mich aus
ein kurzes Leben lang ein Mensch
zu sein, ach, ist das Universum klein
Ludwig Janssen © 14.5. 2024
Freitag, 3. Mai 2024
... Universum
Dem Silbenschwein mondete Strahlen so
klar waren die Nacht und silbern ihr Klang
schwang auf dem Mitternachtsläuten fein
erfreuten flirrende Falter sich an wenigen
Leuten, die zum Himmel blickten und Lieder
hinauf in den Mondschein schickten, da war
so ein Wundern, kindliches Kichern hing, wo
das Haar Berenikes am Wortsaum sich fing
waldeten neue Geschichten auf und blieben mit
all ihrem Wispern und All ihren Bäumen Träumen
in einem Univers um deine Stirn, dein Denken wo
hin wird es dich tragen an Tagen voll Sonne, Scheinen
will meinen, so, wie du unter Sternengewimmel ein
Himmel bist und Weg wandernder Worte und Seen
wird nur durch dich ein Blick in die Welt entstehen
aus Silbenschweins Lauf über den Dächern der
schlafenden Stadt, die gewartet hat auf einen
Menschen und die Sphäre Raum im und dem
Ludwig Janssen © 3.5.2024
Montag, 29. April 2024
Am Meer
Dünung Bewegung ferner Stürme Schweigen
Wörter darin schwimmen schon lang nicht
mehr treiben Wolken salzige Luft landein
Wellenschlag verläuft sich im Ufertraum
Schaum knistert Muschelschale flüstert
Tiefe Treibholz vergangener Schiffe landet
an Erzähltes zu deinen Füßen Horizonte
Ludwig Janssen © 29.4.2024
Samstag, 27. April 2024
Du bist nur ein Wort
Heimat du bist nur ein Wort
Ort an dem mich Menschen
verrieten und verkauften bist
Hülse Brot das Fremde
Vögel fraßen sich dran satt wer
hat dich Kleid hierher gelegt der
Weg führt mich aus kaltem
Hexenhaus hinaus und Schlag
um Schlag erfinde ich dich neu
der Weg aus altem Leid
Ludwig Janssen © 27.4.2024
Freitag, 26. April 2024
Ich liebe dich wie ...
Ich liebe dich wie Sonnenunter
gänge die gehen tief auch ohne
mich und der Erde Drehen Eigent
licht sinkt ins Rot und Dunkel
folgt mit Sternen Nacht Gemunkel
bis wiederum ganz ohne mich
und mein Tun ein neuer Tag
von Osten her dich Sonne trägt
hin zum Untergang wie lieb ich dich
Ludwig Janssen © 26.4.2024
Dienstag, 23. April 2024
Stare am Himmel
Da sind Stare am Himmel in Scharen
in all den Jahren hab ich erfahren dass
das mit ihrem Gewimmel ohne Berührung
geschieht sie ohne Lied tief ins Gemüt
uns reichen eine Wolke Vogel ein Tag wie
der andere schwingt über dem Horizont
tanzt sich zu Jahren zwischen Blau und
Boden Geflirre Gesirre auf und davon
Ludwig Janssen © 23.4.2024
Satz deine Zeichen
Satz deine Zeichen setzten sich
nun Schlamm schnellen Schrittes
aufgewühlt in seichten Teichen
stelltest du Fragen in den Raum
Wort aus dem Munde schlug
es nicht der Stunde ins Gesicht
brandend und verlandend hin
unter anderem quollen ihm aus
den Ohren verloren Satz deine
Zeichen
Ludwig Janssen © 23.4.24
Die Schwere deines Herzens
Es ist die Schwere deines Herzens
die wie das Dunkel auf dem Land
und deinem Schweigen Zeichen
ruht über schwarzgeweinten Teichen
Neumondenschimmer Glimmer im
Granit so kalt der Schemen Nacht
Gestalt in müdem Augenschein
Nein dem Hoffen eines Märzens
Frühling Frost und Felsenwand
Ludwig Janssen © 22.4.24
Donnerstag, 11. April 2024
Zen, oder die Kunst der Stille im Schreiben literarischer Texte
Mittwoch, 10. April 2024
Das Geheimnis der alten Schachtel
[Eine alte Schachtel] [Eine alte Schachtel] [Eine alte Schachtel] [Eine alte Schachtel] [Eine alte Schachtel] [Eine alte Schachtel] [Eine alte Schachtel] [eine r·te Pappnase] Konkrete Poesie zum Thema Schönheit/ Schönes Ludwig Janssen © 20.11.2012 |
Freitag, 29. März 2024
Oben und unten
Sonntag, 17. März 2024
Möwen betrachten
Sonntag, 25. Februar 2024
Tag am Meer
Mittwoch, 17. Januar 2024
Welt voller Geräusch
Sonntag, 3. Dezember 2023
Der Vogelmier
Der E ist auch ein Vogel, Mier',
und grünt auf fetten Feldern
so vor und rund
wie rings um Geldern
kann allerorten eben -
nur nicht in Sand, Wüst', Eis,
Gebirg', weil da (bekannterweis)
ist's ihm zu karg zu leben.
Träumt grün am Tag so vor sich hin
am kleinen e sich drehend
sieht sich als Herrscher im Serail
nach Nachtigallen spähend
Die kommen abends, ihn zu fressen
und dinieren, selbstvergessen,
zur Nacht, bevor sie kolorieren,
dann tanzt im Mondschein der Emir
befreit aus Vogelmieren
das Kling zum Klang der Federtiere
Ludwig Janssen © 25.1.2008