Posts mit dem Label vlinderflunder werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label vlinderflunder werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Sequenz ... mit Sehen darin und einem Nachtfalter


Ich sehe nach und nach, habe gerne das Nachsehen und werde mich vorsehen, weil alles Sehen doch letztlich ein Schmetterling ist, vor allem das Einsehen, ein grauer Falter, Nachtschwärmer bei Tag vielleicht, dem all die fehlende Einsicht bläuliches Schimmern verleiht, solange er, die Flügel geschlossen, auf einem sonnenbeschienenen Fleckchen Welt verweilt.


Ludwig Janssen © 1.12.2011

Montag, 2. Dezember 2013

Eine Dose Wort

Eine Dose Wort:

flunderwunder 

Wird man mich
orten können
in worten

in schwärmen
silbriger fische
wärme und riefe
wer in die tiefe
worte hinab
worte nach mir

worte


nach


mir

ich antwortete nicht
aus dem schiffe
im riff riefen fische
auf fragen

worte verorten worte
orten verorten ver              orten
verworten ver worten
verwerten ver werten
wehrt dem verwerten
wehrt den verwertern


orten können
aus worten können
fische aus worten
aus worten fische:

worte

.

worte


.


worte

Und über allem wellen, allen qualen
allen quallen quellen worte wieder
die ich erwidere, gefiederte wiederworte
wunder winden sich aus wunden
verwundeter flunderworte:

über allem vlinderfinder
auf die kinder wie vlinder warten
im garten, finger spitzen gefühl
flaschengrün wie verwunschene seen
und im flaschengrün blaue briefe
mit fischen aus fernlichter tiefe:


vlinder flunder wunder schön



Matjestät Janssen © 17.9.2008

Montag, 25. Februar 2013

Ein schöner Mann (vlinderflunderwunderschön)

Du, die du meine Stimme kanntest, mich schön nanntest
die mir Geschichten schrieb, in denen ich wahr wurde
und leicht, und ich, der Flunder, zu einem Vlinderwunder …
Auf der Suche nach Tiefe am Grunde des Meeres fand
dein Verstand mich und hob mich ins Licht, mein dunkles
Flaschengrün ließt du an deinem Himmel ziehn und zeigtest
indem du dich zu mir neigtest – dass die Tiefe über mir war,
klar, und mir Himmel war, zu dem ich nicht aufschaute, weil
ich mich nicht raus traute – aus meiner Suche nach Sinn, tief
in mir drin, dabei ist in Gefühlen wie in Schlamm wühlen
dem kann man sich einverleiben und darin stecken bleiben.
Doch du hast mich gesehn und meintest, ich sei wunderschön.
Ich lachte und dachte, du würdest spinnen, doch was du sahst
war nie mein Außen, war mein Innen, das Singen meiner
Worte an virtuellem Orte - es sei, sage ich nun, mache mich frei
von dem Wissen, um zu fliegen ein Vogel sein zu müssen
und bin …: einfach - und so, wie du mich gesehn: Ja ich bin


                         vlinderflunderwunderschön

Und auch, wenn du jetzt schweigst und dich nicht mehr zeigst
neigst du doch immerzu dich mir zu und das Schöne
das sich dir auftat in meinem Schreiben wird dir bleiben
und mir bleibt das Wissen kein anderer sein zu müssen
als der, der ich bin – mit deinem Namen in meinem Sinn.

Ludwig Janssen © 24.12.2008