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Dienstag, 24. September 2013

Zur Biologie der Aphorimse

Aphorimsen sind Dipteren, also Zweiflügler, die sich von warmen Monitoren aus losschwirrend auf die nächstbeste - und eigentlich jede noch freie Nasenspitze stürzen.

Die Aphorimse an sich lebt solitär, tritt sie in Schwärmen auf, liegt eine Ausnahmesituation vor: So kommt es gelegentlich in Überschwallungsgebieten, über seichten Pfützen und trüben Qualmwassertümpeln zu Paarungsschwärmen harmloser Aphorimsen. Sie erleiden, befrachtet mit mehr Wollen als Können, ein schweres, ein Bedeutungslos. In Zehnerkartons verpackt sind solche Aphorimsen im Zoobedarfshandel erhältlich, man bestückt damit Futterautomaten für Goldfische (Mastbetrieb, ad libitum).

Die wahre Aphorimse, ein scheues Wesen, liebt es, Loopings zu fliegen. Stille Wasser kräuseln sich unter dem Luftzug ihres Schwirrflugs. Aphorimsen stehen auf der roten Liste. Denn da sie flugs schwirren und so manches Mal schwirrflugs empathische Hirnhäutchen entlanggleiten, welche dann in Resonanz versetzt räsonieren, geraten sie gern in Schwurbulenzen. Häufig erliegen sie dabei einem Aphorismus.
Ludwig Janssen © 24.7.2012