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Mittwoch, 27. März 2013

Fliegende Inseln und Häfen

Haben Inseln einen Hafen
Wo schlafen Schiffe, wenn
ich kenn mich nicht gut aus
Nacht, Sturm und See sie fliehen


Wolken ziehen, Inseln
auch und schweben ent
lang in oxygener Schale
muschelblauen Bauch
Schallwellen kräuseln Atmo
sphäre weißer Wale Sinn
Darin meiner geht, so
fern meine Flügel tragen
Fragen mit Schiffen darin sind
Häfen, keine Insel, jede birgt
weitere und wirkt nicht aus
wolkendem Flug wilden Mohn
Schon Sonne, Mond und Sterne
gerne geschlossen gestellt der
Welt frage ich Flug … häfen an den
Himmel, Fischen zuzusehn
die fliegen, sich an Wolken
schmiegen, an, auch gerne in
ein Wort – und diesen Ort
weiß ich: Schiffe schlafen dort.
Ludwig Janssen © 27.3.2013
Quelle der Inspiration: isla volante, bahnhof http://www.isla-volante.ch/bahnhof-statione/


Sonntag, 10. Februar 2013

Eмiл

Я не можу спати

schwer liegt auf mir ein Stein
schwarz drückt die dunkelblaue Nacht
schweigt in einer fremden Sprache
unter dem Fenster die Straße

nachts frisst die Arbeit meine Träume
macht sie zur Beute gefräßiger Sorgen
am Tage sieht man mich schaffen für Lohn
bin ich immer in Eile und komme nicht weit

Nur einen Gedanken von hier liegt Odessa

bei Tag rufen die großen Schiffe
erzählen den Möwen von weiten Reisen
bei Nacht gleiten die Kräne und streichen
über die Bäuche der schlafenden Riesen

durchs Fenster flüstert Wellenrauschen
duftet leicht gesalzen wie Mutters Brot
dunkelblau wiegt sich das Schwarze Meer
und läge ich auf Stein:

Тут я можу спати


Ludwig Janssen © 26.4.2008