Schauen Sie, ließ sich der Metronom in seinen schweren
Lehnstuhl fallen, legte die Füße auf den Schreibtisch zwischen uns und wippte
mir aus abgewetzter Schuhsohle würzige Strenge um die Nasenspitze, es verhält
sich mit der Poesie wie mit diesem Vögelchen dort am Fenster: Ohne seinen Käfig
wüsste es nicht, wohin, würde umeinander fliegen und sich verlieren, vielleicht
in dem Wald dort drüben oder dem Obstgarten hier vorn, oder gar ... irgendwo.
Niemand wüsste um seine Existenz, niemand sähe es derart ausdrücklich zum
Kunstwerk erhoben, oder, schlimmer noch, die Möglichkeit hierzu. Und nun
unterschreiben Sie hier, es handelt sich um eine Formalität.
Ludwig Janssen © 3.12.2011