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Donnerstag, 26. Dezember 2013

Neulich, im Amt für Lyrik …


Schauen Sie, ließ sich der Metronom in seinen schweren Lehnstuhl fallen, legte die Füße auf den Schreibtisch zwischen uns und wippte mir aus abgewetzter Schuhsohle würzige Strenge um die Nasenspitze, es verhält sich mit der Poesie wie mit diesem Vögelchen dort am Fenster: Ohne seinen Käfig wüsste es nicht, wohin, würde umeinander fliegen und sich verlieren, vielleicht in dem Wald dort drüben oder dem Obstgarten hier vorn, oder gar ... irgendwo. Niemand wüsste um seine Existenz, niemand sähe es derart ausdrücklich zum Kunstwerk erhoben, oder, schlimmer noch, die Möglichkeit hierzu. Und nun unterschreiben Sie hier, es handelt sich um eine Formalität.
Ludwig Janssen © 3.12.2011