Ludwig Janssen © 21.2.2013
Lyrische Prosa, lyrische Klangwelten, Slamtexte, Piktolyrik, Lyrik - das Wort, Sphüngs, Zirkelschneck und andere freischwurbelnde Absonderlichkeiten, grenz-
und kopfüber ...
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Donnerstag, 21. Februar 2013
Wenn ich dann einen Punkt mache ...
... einen, dann ... soll ein Ende sein, eines, das schwer, eines, dem du, Leser, etwas von dem schenkst, das nie unterm Christbaum liegt, nie auf einer harten Kirchenbank kniete, nie sich beugte zum Gebet. Etwas von dem, das man Blicken, so sagt man, entnehmen kann, gerade so, als sei es ein Brief, die Augen Kuvert ... Couvertüre? ... das also leichter ist als ein Photon mit der Ruhemasse Null und der Reichweite unendlich, und doch so schwer wiegt, legt man Wert darauf: Glauben. Nun ist dies hier ein Text, der ein Flow ist, und den Punkten darin ist mit allen Punkten, die je als Zeichen in einen Satz fanden, gemein, dass sie dem Sand zu vergleichen sind. Sie breiten sich aus zwischen Himmel und Meer ... und darunter ... und bleiben meist ungezählt. Klein und unscheinbar. Du meinst, dass dies immer so bliebe, Satzzeichenschicksal? Schreib ein Gedicht! Schreibe, nur eines nicht - einen Punkt, den bewahre. Ist er doch, so sagen Mathematiker, dimensionslos, und ist, so sage ich, anders als alles Glauben zwar leichter als ein Photon, doch wohnt ihm eine Reichweite inne, die nicht allein du bestimmst oder eine physikalische Größe, sondern eine, die ebenso gut unendlich ist oder gerade eben so weit reicht wie eines Menschen Verstehen. Diesen Punkt also bewahre vor: dem Sandsein und dir: für eine besondere Gelegenheit
Montag, 14. März 2011
Der Sphüngs und die Punkte
Neulich schillerte mir der Sphüngs ein Erlebnis seiner letzten Literadtour, als er drei Punkten in eckiger Klammer lauschte: . sagte, er würde ihrer Gefangenschaft ein Ende bereiten, . meinte, dafür müsse er mit . tauschen, der stehe schließlich rechts, doch der meinte, dass er als dritter . quasi so etwas wie der Trittbalken an der Sprunggrube in einen neuen Gedanken sei und daher nicht weg könne. Worauf . meinte, er sei schließlich als Mittel-. unverzichtbar und wertvoll – dass die beiden : seien, folglich seine Satelliten und gefälligst um ihn zu kreisen hätten. Darauf schwiegen die beiden .. beleidigt und wollten weg. Nun aber, meinte der Sphüngs zu den dreien, setzte wer euch in diese blöden [] und ihr seid als […] nicht weiter der Anlauf in einen eigenen Gedanken, sondern Platzhalter für etwas Fehlendes, das ein Fremdbestimmer für unwesentlich hielt. Ein Skandal, meinten sie. Nicht genug damit, . und . müssten jetzt auf immer und ewig aushalten, dass . sich für den Nabel der .-Welt hält, keinen . macht und nichts anders ist als ein ., .um - dabei wären sie früher drei unzertrennliche, hoffungsfrohe Sangesbrüderchen gewesen, die ein Lied davon zu singen wussten, dass es irgendwie weitergeht, wenn man nur genügend Phantasie hat (AH! ich sehe, zwinkerte der Sphüngs, dass sich einer von ihnen auf den Weg machte, diesen Text abzuschließen). Ich wollte noch etwas Kluges erwidern, doch der Sphüngs hatte den . schon gesetzt und so bleibt mir zum guten Letzt nur der befreiende Seufzer: Sphüngse …
Ludwig Janssen © 21.4.2007
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