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Sonntag, 10. Dezember 2023

Zeitland

da, wo der Fluss
war Berg, war Tal
wird einmal Sonne sein

war Nichts
es war
und alles ist zugleich

da, wo ich stehe
stand ein Kelte
wird irgendwer einst steh’n

und war mit mir
gleichzeitig ist die Welt


Ludwig Janssen © 21.4.2005

Dienstag, 18. Oktober 2016

Strings im Sinn und das Wahrnehmen


Blick aus dem Fenster. Herbst. Nieselregen. Grauer Wolkenhimmel, Licht geflutet. Sich färbendes Laub. Das abgeerntete Feld am Hang gegenüber. An dessen Fuß die rasenkurz geschorene Wiese. Ausladend die aus der Nutzung entlassene Korbweide. Einladend der Blick zum Horizont. Ausgrenzend die Ligusterhecke um den Garten.

Mit dem angelesenen Wissen um Quanten und deren Wirbeln, dem Wissen um die Wahrscheinlichkeit von Atomkernen und der Aufenthaltswahrscheinlichkeit von Ladungszuständen um diese herum: Wie unwirklich wirkt diese Wirklichkeit, Abbild dessen, was meine Sinne mir wiedergeben aus der Vielfalt dessen, was ist. Der Hügel, jeder Stein im Acker, der Baum, jedes einzelne der feinen Regentröpfchen – eine mehr oder weniger kompakte Anhäufung von Aufenthaltswahrscheinlichkeiten – viel Wenig mit noch mehr Nichts darin und drumherum. Scheinbar unendlich, zumindest unfassbar Raum greifend sich spiegelnder Zwischenraum. Als sei er die Welt. Zwischenwelt Raum. Raum zwischen Welten. Entstanden aus dem Widerschein unfassbar vieler Photonen mit der Ruhemasse Null und der Reichweite Unendlich, der zappelt und vergeht in Zapfen und Stäbchen meiner Netzhaut. Transformation. Wandlung:

Eine Geschichte. Meine Sinne erzählen mir eine Geschichte. Und ich erzähle sie weiter. Die Welt um mich herum ist eine Geschichte, erzählt aus dem, was ist und dem, was meine Sinne mir erschließen. Mit mir darin. Als Empfangender, als Erzählender. Ich bin, erzählt mir diese Geschichte. Ich sei, erzählt sie mir. Ich bin. Geschichte in einer Geschichte, Ich in einem Ich, das sich fügt aus dem, was ist und als wahr angenommen wird durch die Sinne. Sich selbst schöpfend. Sich selbst und diese eine Welt, von der ich dir erzähle, jetzt. 

Von der ich dir erzählte, jetzt …

Ludwig Janssen © 18.10.2016

Donnerstag, 13. Oktober 2016

... lang


es ist das schwingen der kleinsten
teilchen der teilchen, die bestimmen
was wir sind, wir klingen ungehört mit
jedem stein, allein, ein all, dem fall aus
engen zusammenhängen und klängen preis
gegeben ein leben


Ludwig Janssen © 31. 8. 2016

Donnerstag, 1. September 2016

... herzen

es ist das schwingen der kleinsten
teilchen der teilchen, die bestimmen
was wir sind, wir klingen ungehört mit
jedem stein, allein, ein all, dem fall aus

engen zusammenhängen und klängen preis
gegeben ein leben
lang weht die zeit durch uns hindurch und
nimmt, was wir geben einem anderen wind
hauch auch alles vater unser schwingt mit
jedem kleinsten teilchen aller teilchen für
ein weilchen singe dein lied aus ganzem


Ludwig janssen © 1.9.2016

Dienstag, 28. Januar 2014

Watzlawick und die Amsel

Da ist diese Amsel, sie flattert wieder und wieder wider das Glas der Fensterscheibe.
Nicht real, ich erinnere. Wieder und wieder wider das Glas der Fensterscheibe.
… nicht nicht …
Wider ihr Spiegelbild, also wider ein Lichtspiel aus reflektierten Photonen flattert sie, hinein in dessen Brechen und Wirbeln. Das Glas höre ich beben mit jedem Aufprall, sehe es erzittern im Schwingen der mich erreichenden Reflexionen. Auch, dass ich die Amsel sehe – Spiegelung. Die Fensterscheibe, durchsichtig blindes Abwärtsgleiten von Siliciumdioxid, spiegelt wiederum dem Amselhahn vor ihr einen Amselhahn, was sonst. Weil sie da ist, nicht anders kann, sinnenlos, wie sie ist. Schwarze Amsel, schwarzes Licht? Schwarz sehen, das ist sehen, dass Licht nicht zurückgeworfen wird, nicht erwidert.
… nicht nicht …
Die Amsel ist, nein, sie scheint, nein, sie erscheint schwarz. Das nicht reflektierte, sondern von ihrem Federkleid aufgenommene Licht gelangt nicht in mein Sehen, doch ihr, der Amsel, erscheint es über sein Fehlen im üppig reflektierten Ringsum ihres Wahr-Nehmens aus der Oberfläche träge abwärts gleitenden Siliciumdioxids als Spiegelbild ihrer selbst. Gegen das flattert sie an, wieder und wieder, wider ihren vermeintlichen Widerpart, der nicht mehr ist als ihr eigenes Spiegelbild in der Reflexion eines ungerührten Gegenübers – und doch: ihr Wider.
Photonenwirbel.
… nicht Lüge, nicht Wahrheit …
Ich nenne sie Paul.


Ludwig Janssen © 28.1.2014

Samstag, 16. März 2013

Vom Dahinfluten auf einem nachtblauen Sofa (Betriebsanleitung)

Man stelle sich vor ─ und setze sich daneben, schweigend: Da sitzt ein Mensch auf einem Sofa, läge er, machte das auch keinen großen Unterschied, und fühlt: sich treiben, fühlt: sich auflösen … und haltlos. Das Sofa zum Gefährt und sich selbst zum Gefährten, hebt er das eine Vorstellungsvermögen in die Höhe, am dicken Zeh, vielleicht, bläst aus vollen Backen in einen Gedanken, dass der sich bläht: Versonnensegel …

Und während du alldem (All, dem …) zuschaust und der eine Gedanke sich weitet und weit über den Horizont hinaus sich verliert, mit dir darin und einem Menschen auf nachtblauem Sofa, geschieht folgende Alltäglichkeit: Dass nämlich die Erde sich dreht, und zwar um sich selbst, dich mitnimmt dabei und ihn, den auf dem Nachtblauen, eintausenddreiundneunzig* Kilometer weit mit jeder Stunde ihres Drehens, also dreihundertundvier Gedankensekundenmeter weit.
Und all das Drehen (All, das Drehen … und Dahinfluten) geht weiter, denn sechsundvierzigtausenddreihundertneunundachtzig Meter pro Gedankensekunde legt die Erde in ihrem Drehen währenddessen zurück auf ihrem Weg um die Sonne. Unser Sonnensystem selbst kreist unterdessen zweihundertsiebenundsechzigtausend Gedankenmeter weit auf seinem Drehen um das Zentrum der Milchstraße, wird nach 7,25 x 1015 Gedankensekunden zwar einen Umlauf vollendet, nicht aber dessen Ausgangspunkt erreicht haben – und fliegt außerdem dreißigtausend Meter seines Weges auf das Sternbild Herkules zu. Die Milchstraße wiederum flitzt während einer der Gedankensekunden auf nachtblauem Sofa sechshunderttausend Meter auf das Sternbild Löwe zu. An dieser Stelle bietet sich eine passende Gelegenheit zu schreiben:

…

Genug des Dahinflutens und der Gewissheit, nie, niemals ─ und auch nicht für den Bruchteil einer Sekunde ─ am selben Fleck sein zu können? Nein. Denn du selbst, auch der auf dem Sofa und alles (All, es …) Drumherum, auch alles Darunter wie das nachtblaue Sofa, besteht aus Aufenthaltswahrscheinlichkeiten kleinster Teilchen und Ladungszustände und der einzigen Gewissheit, dass sich in deren angenommener Mitte diese Aufenthaltswahrscheinlichkeiten mehren und um diese herum in relativ weitem, sehr, sehr weitem Abstand mit wahrscheinlich nichts anderem darin als der Wahrscheinlichkeit, nichts anzutreffen, negative Ladungszustände flitzen. Ladungszustände, die Teilchen sein sollen und Welle zugleich, die nichts anderes zulassen als die Annahme, dass sie sich dort befinden, gewiss, denn wo, weiß man nicht, wie schnell, kann man nicht messen. Nur annehmen kann man das, und das Bohr-Rutherford-Modell nimmt an, dass sie sich um zwei Millionen und einhundertsechsundachtzigtausendeinhundertelf Meter bewegen in jeder Sekunde deines nachtblauen Sofagedankens ─ und sich aufhalten zugleich. Als Ladungswahrscheinlichkeit.

Und so gibt es eigentlich, ob man nun auf einem nachtblauen Sofa dahinfliegt oder auf einem Gedanken, nichts anderes als die Gewissheit, dass alles Dahinfluten und das Gefühl, aus nichts anderem zu bestehen als dem Scheinen einer Wahrlichkeit, wahr ist und gewiss, man selbst ─ dieser eine Gedanke … Gute Reise, Häwelmann!
Ludwig Janssen © 16.3.2013


* 1093 km/h bei 49°N, z.B. in Bayern

Quelle der Inspiration und des Anstoßes: " Ein Stück Holz (London #2)", Sudabeh Mohafez

Donnerstag, 7. Februar 2013

Elljott, heute über ein ungeschriebenes Gedicht:

Gerade eben ging ein Gedicht durch mich hindurch, es grüßte nicht, ließ seine Finger über meine Rippen streichen, gerade so, wie Kinderhände die Stäbe schmiedeeiserner Gartenzäune entlanglaufen oder dem Tor zum Friedhof die rostige Kühle ausstreichen.

Wie diesen Stäben ging ein wenig Wärme in mich ein bei dieser flüchtigen Berührung, nicht zu fassen, aber wahr. Wie diese all ihr Eisen, ihre kalte Starre den unbekümmert fliegenden Händen entgegen schlagen, schwingen, summen - und verstummen, so hoben meine Rippen sich - ein wenig höher, als der Atemzug es fragte, und senkten sich, als wär's ein Flügelschlag.

Das Eisen ist - erzählt von toten Sternen. Das atmet rot in uns für kurze Zeit. Soeben ging wohl ein Gedicht durch mich hindurch, es grüßte nicht, ließ seine Finger über meine Rippen streichen - und ging, doch hat mich das erreicht ...

Ludwig Janssen © 4.12.2007

Donnerstag, 14. Januar 2010

Zur Übertragung der quantenphysikalischen Wirklichkeiten Welle und Teilchen auf philosophische Wahrheit

Ich unterscheide immer streng zwischen Wirklichkeit und Wahrheit - und dass die eine immer am Ort ihres Empfindens wahr ist, die andere jedoch nirgends wirklich.


Ludwig Janssen 14.1.2010

Samstag, 2. Januar 2010

Zwischenruf

Ein Zwischenruf wird eingeworfen, gerade so wie eine Münze - dabei entscheidet sich oder ist längst entschieden, ob in einen Automaten, einen Brunnen oder einen Briefkasten. Was geschieht mit all den Zwischenrufen, die Sondermünze sind oder bissi rostig, die nicht schwimmen können oder nicht wunschbrunnenkompatibel sind, unfrankiert, ohne Angabe des Absenders oder gar mit unleserlicher Anschrift versehen?

Was, wenn ein Zwischenruf, einmal eingeworfen, stecken bleibt?

Dann: Wenn ein Zwischen ruft, drehen sich die Menschen nicht einmal um, und wenn, nach anderen Menschen, denn sie meinen zu wissen, dass es ein Zwischen nicht gibt.

Frage doch einmal auf der Straße eine beliebige Zahl Menschen, was ein Zwischen ist - sie werden seltsame Antworten bereit halten, seltzahme Antworten, die ihnen geheuer sind, vertraut, die schon lange Zeit mit ihnen im Käfig lebten oder willig an der Leine führen ließen, die herkommen auf Pfiff.

Viele werden "weiß nicht" antworten, sich abwenden, weitergehen, sich an die Stirn tippen oder, wenn sie Holländer sind, an die Wange. Oder sie werden fragen, was genau denn ein Zwischen sei, gerade so, als wüssten sie’s und wollten nun ihrerseits prüfen, ob ihr Gegenüber weiß, was sie wissen. Ein paar werden auch sagen, dass es das Zwischen nicht gibt, überzeugt sein - felsenfest - mit dieser Behauptung Recht zu haben. "Felsenfest" - das Zwischen spielt darin Verstecken.

Zwischen mögen sie nicht, die Menschen. Weil sie noch nie eines gesehen haben. Weil noch nie eines geheuer war, in Käfigen lebte oder auf Pfiff angerannt kam, die Zunge aus dem Hals hängend Männchen machte.

Die Biologie des Zwischen ist unbekannt, daher möchte ich von dem ausbreiten, was ich Zwischenrufen entnahm die mir zu Ohren kamen und dazwischen hängen blieben:

Ich habe mir gedacht, überlegt und gefaltet, dass ein Zwischenruf eigentlich unsichtbar sein muss oder zumindest unscheinbar, denn schließlich ist das Zwischen selbst unsichtbar.

Das Zwischen nistet jenseits des Erkennens. Dort legt es Eier, brütet sie aus und versorgt seine Brut mit Dingen, die es sich aus dem Diesseits des Erkennens fängt. Hierzu schlüpft es, einem Zaunkönig gleich, der eine dem Menschen scheinbar undurchdringliche Weißdornhecke passiert wie nix, durch die Grenze des Erkennens.
Diese auch "Heisenbergsche Unschärferelation" genannte Grenze ist die Grenze zum Kleinen, ist ein Bereich, in dem die Dinge sich aufzulösen scheinen, und hinter dem es keine Dinge, sondern nur mehr Wellen geben soll, Energie und jede Menge von dem, was wir uns nur vorstellen, das wir jedoch weder begreifen noch anfassen können, obwohl sich alles, selbst das Größte, daraus zusammenfügte und Bestand hat.

Das Zwischen also hat sein Nest hinter dieser Grenze. Wenn es sich durch diese Heisenbergsche Weißdornhecke* schlingelt und auf unserer Seite ankommt, also eigentlich in uns, im Hirnkastl, Kappes oder der Rübe, wie wir den Raum nennen, der unser Vorstellungsvermögen begrenzt (So etwas wie ein Tresor, oder eben eine Bank, man kann dort einzahlen, abheben und pleite gehen, ohne dass mans zeitig merkt) - also, wenn das Zwischen bei uns ankommt, ist es zwischen den Dingen.
Und das ist das Bedeutendste, Wichtigste und Beste überhaupt, was das Zwischen macht, denn dadurch macht das Zwischen, dass die Dinge so sind, wie sie sind, dass die Welt so ist, wie du und ich sie sehen und anfassen können.

Das Zwischen macht, dass alles, was Materie ist, nicht zu einem riesigen Klumpen mit Nichts drumherum verklebt. Das Zwischen ist zwischen den Quarks, ist zwischen den Elektronen und zwischen den Elektronen und den Atomen, zwischen den Molekülen. Das Zwischen macht, dass ein Flugzeugträger so groß wie ein Flugzeugträger ist und nicht so groß wie ein Stecknadelkopf (und dabei genauso schwer).

Das Zwischen macht also Raum, und zwar den wichtigsten Raum, einen, in den unsere Raumfahrer niemals gelangen können - obwohl er doch mitten in ihnen drin ist, genau so wie in dir und mir und in allen Dingen: den Zwischenraum!

Das Zwischen macht, füllt den Zwischenraum! Es ist, so sagt man, dazwischen, immer, immer, immer.
Das Zwischen ist da! Dazwischen ist also, weil wir so viele Gedanken brauchen, um es erfassen zu können und weil das Zwischen es zugleich mit den Dingen bis an die Grenzen des Universums aufbläht, ein gedankenschweres Wort. Zwischendurch ebenso.
Zwischendurch ist wesentlich größer, bedeutender und langwieriger, als das von gedankenlosen (nicht gedankenverlorenen!) Menschen hastig hingeworfene Wort. Nur, weil das Zwischen und sein Durch darin sind.

Grenzen grenzen ein, meinst du, sie umschließen. Was mit der anderen Grenze ist, fragst du mich? Ja! Wie es eine Grenze zum Kleinen gibt, die unser Erkennen daran hindert, alles zu erfassen, so gibt es auch eine Grenze zum Großen, die für unser Erkennen ebenso undurchdringlich ist, weil es sich darin verliert wie ein Tropfen Blut im Pazifik. So einen Blutstropfen sieht man anfangs noch, dann löst er sich auf und ist nicht mehr zu sehen. Haie können ihn noch rausschmecken, sagt man, doch auch das hat ein Ende. Das Große jedoch nicht, jedenfalls keines, dass wir uns mehr als nur vorstellen können, und Vorstellung ist nicht Erkenntnis, ist Idee, manche sagen Glaube. Da verlässt uns irgendwann sogar die Kraft, die Vorstellungskraft, mit der wir uns Dinge entstehen und für kurze Zeit sein lassen, die wir nicht erkennen und wissen können.

Das Zwischen hat auf dieser anderen Seite sein Nest.

Du meinst, dass das nicht möglich ist? Du sagst, dass das Zwischen sein Nest auf der anderen Seite hat, auf der anderen Seite jenseits der Grenze des Erkennens?

Hast du schon einmal ein Nest gesehen? Stelle dir ein Nest vor, umgeben von der Grenze des Erkennens - rundherum diese Grenze, eine Grenze, von der du nicht genau ausmachen kannst, obs nun die Grenze zum Kleinen oder die Grenze zum Großen ist, die dort Grenze ist, und mittendrin, also in der Mitte: Das Nest des Zwischen. Das Nest des Zwischens ist also ebenso jenseits der Grenze des Erkennens, wie es zugleich inmitten des durch diese Grenzen bestimmten Raum, eines Zwischenraums(!) ist.

Darin ein Ei.
Darin alles, was wir Welt nennen oder Weltraum oder Grenze oder Zwischen oder Zwischenraum.
Auch du und ich.

Wir sind Zwischen!
Wir leben in Zwischenräumen!
Wir sind sowohl diesseits wie auch jenseits der Grenzen unseres Erkennens!

Okay. Jetzt dürfte das mit den Zwischenrufen auch klar sein, hm?

Und das alles nur, weil ich kraft meines Vorstellungsvermögens das Zwischen als kleinen Vogel mit Nest entstehen lassen und es kraft deines Vorstellungsvermögens für eine Weile so sein und bleiben konnte.

Nun ja, nicht ganz. Es ist sowieso da, das Zwischen, das weiß man, auch ohne seine Vorstellungskraft erschöpfen zu müssen.

Und Gott steht jetzt vor einem Automaten, einem Brunnen oder einem Briefkasten und fragt sich, welche Taste er drücken soll, ob er sich wünschen soll, wunschlos glücklich zu sein, oder auch nur, ob er seinen Brief mit der korrekten Anschrift versehen und ausreichend frankiert hat, wenn überhaupt.

Ludwig Janssen, 2. Januar 2010

*Weißnichtdorn? Piekt Unwissenheit?

Montag, 14. September 2009

Auf Twitter herrscht Kathodengedränge, viele sind Stromverbraucher, wenige Spannungsquelle - und öden die Inspiration suchenden Anoden an.

Ludwig Janssen © 14.9.2009