Warum das Suchen nach Begegnung? Die Hände feucht, in den Schläfen tuckert ein Diesel, im Hals ein Frosch - auf Abruf, natürlich.
Ich
suche das Zwischen. Jenen flüchtigen Augenblick, von dem wir nicht mehr wahrnehmen
als die Spuren, die er lässt in uns, und die Spuren, die wir ihm lassen in diesem Zwischen:
Raum
um uns.
Ohne
Zeit wie das JETZT! der Gegenwart sich verlierend im nächsten Moment auf ein
Neues. Und da hinein lausche ich und schicke: ein Gedicht, als solches so zweidimensional
entfaltet es sich zu Meer in uns. Sein Herz schlägt im Leser, im Zuhörer: Schicksal
offen, wenn ihr es seid - und wie. Und das wieder ist der Zauber des Dichten:
Raum!
Der nun wieder in unserem Zwischen: All, den Seifenblasenhäuten um jeden von uns
in jenem Zwischen, in dem wir menschlich sind.
Ludwig Janssen © 15.11.2005/überarbeitet 12.7.2014