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Donnerstag, 21. Februar 2013

Wenn ich dann einen Punkt mache ...

... einen, dann ... soll ein Ende sein, eines, das schwer, eines, dem du, Leser, etwas von dem schenkst, das nie unterm Christbaum liegt, nie auf einer harten Kirchenbank kniete, nie sich beugte zum Gebet. Etwas von dem, das man Blicken, so sagt man, entnehmen kann, gerade so, als sei es ein Brief, die Augen Kuvert ... Couvertüre? ... das also leichter ist als ein Photon mit der Ruhemasse Null und der Reichweite unendlich, und doch so schwer wiegt, legt man Wert darauf: Glauben. Nun ist dies hier ein Text, der ein Flow ist, und den Punkten darin ist mit allen Punkten, die je als Zeichen in einen Satz fanden, gemein, dass sie dem Sand zu vergleichen sind. Sie breiten sich aus zwischen Himmel und Meer ... und darunter ... und bleiben meist ungezählt. Klein und unscheinbar. Du meinst, dass dies immer so bliebe, Satzzeichenschicksal? Schreib ein Gedicht! Schreibe, nur eines nicht - einen Punkt, den bewahre. Ist er doch, so sagen Mathematiker, dimensionslos, und ist, so sage ich, anders als alles Glauben zwar leichter als ein Photon, doch wohnt ihm eine Reichweite inne, die nicht allein du bestimmst oder eine physikalische Größe, sondern eine, die ebenso gut unendlich ist oder gerade eben so weit reicht wie eines Menschen Verstehen. Diesen Punkt also bewahre vor: dem Sandsein und dir: für eine besondere Gelegenheit

Ludwig Janssen © 21.2.2013