Posts mit dem Label mondschwein werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label mondschwein werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 1. Januar 2024

Tumult im Lyrwana

Das scheue Lyrich duckt sich
metrisch in das Gedichticht
Stil schwankt ein Rohr
im Winde der Eloquenz

Ein Ichdu auf der Jagd!

Metaphern rauschen
im Lyrwana das Elysium
Inspiration lauscht Schweigen
dichter Reigen prasselt

Ein Ichdu auf der Jagd!

Ellipsen knabbern
aus Sätzen sabbern
wehrlosen Elfen
schleimende Reime

Ein Ichdu auf der Jagd!

Verse brechen in wilder Flucht
durchs untere Bewusstsein
ein Elegeion pentametert
das Distichon hexat und zetert

Ein Ichdu auf der Jagd!

Silbenglanz der Weiher
darin der Mondschwein
ein Silbler, wie gewohnt
schweigt und geigt

Ein Ichdu auf der Jagd!

Das scheue Lyrich im Rhyth
mischen leise Sichtwaisen
elegisch sein Sprung ins Lied
entsprungen auch Lyrdu sieht

prosaistischen Ichdu sich trollen


Ludwig Janssen © 23.09.2004

Montag, 18. April 2011

Granit bei Nacht

Friedvoll lag die Stadt und schlief
über ihre Dächer lief des Mondes
Silberschwein


fraß den Gassen, die der Tag
wieder hatte liegen lassen
Schatten aus

den Pflastersteinen wuchs
Schimmer in den Ritzen
Glimmer und

Feldspat, Quarz, die denen
die dort gingen, verstohlen
von den Sohlen

glitten, lagen inmitten von
Basalt - so alt und blieben
Regensburg

noch lang, längst sang
von Mondes Silberschwein
die Donau

Irgendwo auf Dächern oder
Wiesen, in Gedichten, dort
ist Strömen

Ort, an dem ein anderer
ist für einen anderen
Wort

Ludwig Janssen © 19.04.2010