... so wäre ich knorrig, von Stürmen zerzaust, vom Blitz gespalten und würde doch meine rauschende Krone ins Sonnenlicht halten und das Licht der Sterne. Gerne böte ich Raum den Vögeln, zu brüten, würde ihre Geheimnisse hüten und im Winde mich wiegen, tanzen, so zwischen Himmel und Erde beidem verbunden über Astwerk und Wurzel. In meinem Leib trüge ich das Wirken vergangener Jahre gebunden in Ringen aus Holz und auch den Klang noch nicht gebauter Instrumente, Gitarren, Celli und das ferne Knistern gespaltener Scheite in deinem Kamin und vielleicht, ganz vielleicht, würde ich Leib einem Schiff, einem Boot in der Not und der Reise zu jenem Traum, den der Baum, der ich wäre, wispert und rauscht - dem, der ihm lauscht.
Lyrische Prosa, lyrische Klangwelten, Slamtexte, Piktolyrik, Lyrik - das Wort, Sphüngs, Zirkelschneck und andere freischwurbelnde Absonderlichkeiten, grenz-
und kopfüber ...
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Mittwoch, 3. März 2021
Samstag, 15. Dezember 2012
Zwiegespräch
Gestern neigte sich ein Baum mir zu: "Lehre mich das
Tanzen!" Da waren seine Blätter, die rauschten. Versonnend stand ich, diesen
Wunsch in mir wägend, und er stand und wiegte seine Krone im Wind. Aus Wogen, Wiegen,
Wagen dann fragten wir uns, ob es wohl genüge, sich tanzen zu sehen, und als er
zustimmend nickte, schloss ich meine Augen um ihn herum und er die seinen in mir
ein.
Er lächelte. Oder war ich das? Oder etwa du?
"Noch einmal?", fragte ich ins Grüne hinein, doch es blieb still. Als ich die Augen öffnete, war er wohl schon unterwegs ...
Er lächelte. Oder war ich das? Oder etwa du?
"Noch einmal?", fragte ich ins Grüne hinein, doch es blieb still. Als ich die Augen öffnete, war er wohl schon unterwegs ...
Ludwig Janssen © 12.10.2005
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