Posts mit dem Label video werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label video werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 25. Februar 2013

Kosmos Gurkenglas und das Sanfkorn (Vertonung)

Vertonung des Gedichts "Das Sanfkorn"



Hier ein Link zum Gedicht auf diesem Weblog:
Das Sanfkorn

one might regard it as a grain of mustard seed, the little sanfkorn, but there is more to the word than meets the ear, and more to the poem than meets the eye ... one might assume the poet got stuck in a literal error ... and that senfkorn (grain of mustard seed) would have been appropriate ...


But the sanfkorn, once you have heard the "t"-like cl°ck when it crushes between your teeth, reveals the sanf-t-korn ... sanft = gentle ... a grain of gentle seed. Hope you'll enjoy listening to the grain of gentle-seed drifting through it's cucumber-cosmos which vice versa is drifting through the universe we all share ... :)






Donnerstag, 7. Februar 2013

Elljott, heute über ein ungeschriebenes Gedicht:

Gerade eben ging ein Gedicht durch mich hindurch, es grüßte nicht, ließ seine Finger über meine Rippen streichen, gerade so, wie Kinderhände die Stäbe schmiedeeiserner Gartenzäune entlanglaufen oder dem Tor zum Friedhof die rostige Kühle ausstreichen.

Wie diesen Stäben ging ein wenig Wärme in mich ein bei dieser flüchtigen Berührung, nicht zu fassen, aber wahr. Wie diese all ihr Eisen, ihre kalte Starre den unbekümmert fliegenden Händen entgegen schlagen, schwingen, summen - und verstummen, so hoben meine Rippen sich - ein wenig höher, als der Atemzug es fragte, und senkten sich, als wär's ein Flügelschlag.

Das Eisen ist - erzählt von toten Sternen. Das atmet rot in uns für kurze Zeit. Soeben ging wohl ein Gedicht durch mich hindurch, es grüßte nicht, ließ seine Finger über meine Rippen streichen - und ging, doch hat mich das erreicht ...

Ludwig Janssen © 4.12.2007

Samstag, 29. August 2009

Kartöffelchen philosophiert über Transzendenz, Invegetabilisation und die Kartoffel als das höhere Bewusstsein von Sternen

Kartöffelchen plaudert über uralte Weisheiten der Kartoffeln. Sie ist eine Reisende, unterwegs, und ihre Invegetabilisation ins Grüne ist die nächste Station ihrer Metamorphose: Sie wird Kartoffelpflanze, da ist Kartöffelchen sich sicher! Erste Anzeichen trügen nicht - da ist die Veränderung, die in ihren Augen vorgeht, doch da ist auch der leicht grünliche Teint, der anzeigt, dass Kartöffelchen sich ändert. Zum Positiven, wie Kartöffelchen meint, was übrigens ein wesentlicher Unterschied zum Menschen ist, der bei derselben grünlichen Gesichtsfarbe an alles andere als an Positives denkt. Kartöffelchen wird also bald ein anderes Bewusstsein erlangen, eine neue Zustandstufe, und die Sanftmut ihrer lieblichen Stimme weckt den Wunsch, sie begleiten zu können, den Wunsch, so wie sie zu werden, wenn sie, "angekommen im Grünen", das Licht der Sonne transformiert und zu neuen, kleinen Kartöffelchen macht, die im Garten (Eden?) wachsen und reifen werden. Sie, Kartöffelchen, sei aus dem selben Stern wie der Mensch, der sie fresse (wie wahr!) - große, vollkommene Liebe und Weisheit sprechen aus Kartöffelchen, Harald Lesch würde ihr zustimmen: Jede Kartoffel ist aus Stern, aber kein Stern ist Kartoffel! Kartöffelchen, dieser Brunnen subterraner Weisheit macht deutlich, das jede Kartoffel nichts Geringeres ist als die höhere Daseinstufe eines Sterns, dazu mit einem höheren liebenden Bewusstsein gesegnet als das des Menschen - denn mit dem schaue das All sich lediglich an und mache sich Gedanken über sich - mit ihr, Kartöffelchen, jedoch lebt es in Einklang mit sich selbst: Frei von Zweifeln und Hass, bereit, sich herzuschenken, nimmt das kosmische Bewusstsein Kartöffelchens den steten Wandel an und lebt ihn voller Sanftmut und Gelassenheit. Kartoffel müsste man sein. Zumindest eine wie unser Kartöffelchen.