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Montag, 29. April 2024

Am Meer

Dünung Bewegung ferner Stürme Schweigen

Wörter darin schwimmen schon lang nicht

mehr treiben Wolken salzige Luft landein

Wellenschlag verläuft sich im Ufertraum

Schaum knistert Muschelschale flüstert

Tiefe Treibholz vergangener Schiffe landet

an Erzähltes zu deinen Füßen Horizonte


Ludwig Janssen © 29.4.2024

Dienstag, 23. April 2024

Satz deine Zeichen

Satz deine Zeichen setzten sich

nun Schlamm schnellen Schrittes

aufgewühlt in seichten Teichen

stelltest du Fragen in den Raum

Wort aus dem Munde schlug

es nicht der Stunde ins Gesicht

brandend und verlandend hin

unter anderem quollen ihm aus

den Ohren verloren Satz deine

Zeichen


Ludwig Janssen © 23.4.24

Freitag, 12. April 2024

Ist was wirklich?

Elfen unwahr - was ist wirklich? So sehe ich dich träumen,  Spaziergang am Morgen, Gedanken wehen aus deinem Haar, spiegeln sich in Wassertropfen. So glänzen sie in Wiesen, schwingen zarte Netze, nicht fein genug zu fangen diese Spur: Dass du hier warst, glaubst du. Diese Bilder sind dort, in dir, wirklich, wahr ist: Deine Gedanken bleiben hier Elfen.

Ludwig Janssen © 24.9.2004

Montag, 1. Januar 2024

Tumult im Lyrwana

Das scheue Lyrich duckt sich
metrisch in das Gedichticht
Stil schwankt ein Rohr
im Winde der Eloquenz

Ein Ichdu auf der Jagd!

Metaphern rauschen
im Lyrwana das Elysium
Inspiration lauscht Schweigen
dichter Reigen prasselt

Ein Ichdu auf der Jagd!

Ellipsen knabbern
aus Sätzen sabbern
wehrlosen Elfen
schleimende Reime

Ein Ichdu auf der Jagd!

Verse brechen in wilder Flucht
durchs untere Bewusstsein
ein Elegeion pentametert
das Distichon hexat und zetert

Ein Ichdu auf der Jagd!

Silbenglanz der Weiher
darin der Mondschwein
ein Silbler, wie gewohnt
schweigt und geigt

Ein Ichdu auf der Jagd!

Das scheue Lyrich im Rhyth
mischen leise Sichtwaisen
elegisch sein Sprung ins Lied
entsprungen auch Lyrdu sieht

prosaistischen Ichdu sich trollen


Ludwig Janssen © 23.09.2004

Mittwoch, 19. Juli 2023

the first cut is the deepest

Scharfsinnige Menschen täten gut daran, ihren Intellekt in Behutsamkeit zu schulen - messerscharfes Denken klappt nämlich zuerst im eigenen Hirn auf ...

Ludwig Janssen © 27.11.2004

Mittwoch, 7. Juni 2023

Das Wehrlose einer Kritik


Einen kritischen Kommentar zu einem Text zu verfassen, der auf einem Forum wie [...] veröffentlicht wurde, ist ein gewagtes Vorhaben, zieht man sich doch nicht nur den Unmut des Verfassers zu, sondern auch den seiner Entourage. Sofern der Verfasser sich einen solchen Hofstaat aufgebaut hat, also Wert legte auf Schranzen, Buckelkratzer, Rosettenschlüpfer und Lippenleser - selbst all dies den anderen war (ein übrigens billiges Unterfangen, sind doch anstrengende Charaktereigenschaften wie Integrität und Sachlichkeit eher hinderlich und somit ihr Fehlen von Vorteil), hat man mit einer Vielzahl von Anfeindungen zu rechnen.

Solche Anfeindungen sind immer auf die Galerie zu geschrieben, auf der man diejenigen weiß, mit denen man über PN in Verbindung steht und die sich bereits empörte, diejenigen, die mit dem Verfasser des kritischen Kommentars ein Hühnchen zu rupfen haben möchten und dann noch die paar Armseligen, die zwar selten einen Grund erklären können, jedoch gerne einen Anlass geboten bekommen, sich als moralisch Erhabene strafend profilieren zu können. Selten wird die Kritik angegriffen, meist der Kritisierende. Das reicht bis hin zu Diffamierungskampagnen, habe ich hier zur Genüge erleben müssen. Hierzu schämen manche Ehrenmännchen und -weibchen sich nicht, sich darin zu entblöden, in eigens hierzu erstellten Texten zum Kritiker-Bashing zu ermuntern. Bei solchen sich einander bestätigenden Ausgrenzungen eines Anders- hier: Querdenkenden schütten die Belohnungszentren des Kleinhirns stimulierende Substanzen aus.

Ich habe daher die begründete Phantasie, dass einen kritischen Kommentar unter einen Text der sich stetig lausenden und umkuschelnden Autoren zu platzieren in etwa gleichzusetzen ist mit dem Unterfangen, im Anzug durch einen Swingerclub zu flitzen und zu fotografieren, oder, auch hier nur spekuliert, das jedoch lebhaft, mit jemandem, der im Darkroom eine Taschenlampe oder gar das Licht anknipst.

Dabei (deswegen?) steht der kritische Kommentar mittlerweile ohnehin auf der roten Liste, ist vom Aussterben bedroht und wird in täglich schwindende Reservationen zurückgedrängt. Weil nämlich der kritisch Kommentierende etwas macht, was oft genug der Verfasser des kritisierten Textes selbst versäumt zu realisieren: Er stellt sich und seinen Gedanken zur Diskussion, exponiert sich und sein Denken. Ein Akt der Wehrlosigkeit. Ist doch die Kritik selbst ebenfalls ein Text.

Nun ist es bei einem Literaturforum, wie [...]  eines ist, nein, sein möchte, nein, Wunschdenken, also: was [...]  nie werden wird, aber denen, die so was brauchen, sein soll -… ist es also so, dass kaum jemand wirklich ein Kritiker ist. Kaum jemand wird den zehn Geboten für Literaturkritiker gerecht, die Marcel Reich-Ranicki aufstellte, erst recht nicht dem zehnten: „… Du sollst nicht begehren, selbst zu dichten …“

Ich selbst bezeichne mich gerade deswegen nicht als Kritiker. Doch verfasse ich Kritiken mit der Gewissheit, nicht unbedingt mich selbst, aber meine Denke und mein Schreiben in Frage gestellt zu lesen zu bekommen. Denn wie nach Nietzsche der Freund dem Einsamen der Dritte ist, so ist dies, was das Schreiben angeht und dessen Entwicklung, der Widerpart dem schreibenden Einsamen wie ich einer bin.

Eine Empfehlung, die ich abschließend mir selbst und denen, die sich in dieser Kolumne verstanden fühlen, mit auf den Weg schreibe ist, Swinger-Clubs und Darkrooms zu meiden, und, gerät man doch hinein, zumindest Vorsorge zu treffen, hier: Keine bleibenden Eindrücke festhalten und nie, nie das (also dein!) Licht anknipsen.

Samstag, 8. April 2023

Klangschalen

Manches, das wundersam klingt, schlägt irgendwer es an, ist in seinem Inneren hohl und in seinem Äußeren hart.

Ludwig Janssen © 3.4.2023

Montag, 6. März 2023

Die Hühner unter den Texten


Ich schicke meine Texte nicht mit dem Ziel los, einen Leser davon zu überzeugen, sie zu lesen.
Sie sind wie Vögel, die man aus der Hand lässt. Mit jedem Leser kommen sie ein Stück weiter. Man hat nicht mehr in der Hand, was mit ihnen geschieht. Nur ein kurzes Stück ihres weiteren Wegs sieht man sie noch, weiß, was sie treiben - außer bei den Hühnern unter ihnen.

Die Hühner weiß man um sich, verliert sie nicht aus den Augen. Die Hühner bleiben. Ihnen ist zu Eigen, dass sie ein überschaubares Innenleben haben, eines, das man selbst nicht frei, nicht aus der Hand ließ oder aus den Augen verlor. Warum?

Die Antwort ist so leicht zu finden wie ein Huhn zu fangen einfach ist. Es wird eine Handvoll Gründe geben, was einen Text zum Huhn macht. Wer darüber nachdenkt, welche in Frage kämen, wird die Hühner unter den eigenen Texten erkennen. Vielleicht auch die eine oder andere Schwalbe, die mit gestutzten Flügeln zwischen ihnen umherirrt.

Hat man die Hühner unter den eigenen Texten erkannt - wird sich etwas ändern, am Schreiben, werden Texte geändert, werden Hühner befreit werden … wird, auch zu beobachten, lediglich die Haltungsform eine andere?

So weit zu den Hühnern unter den eigenen Texten. Nicht jeden, den ich als Huhn ausmachte, wünsche ich fern und mit den Schwalben fliegen. Müßig, dem weiter nachzusinnen.

Samstag, 10. Dezember 2022

Vom kleinen Zei


Das kleine Zei ist stets dabei
wenn es um Fragen geht
kauert sich an deren Ende
Lauert dort von früh bis spät

(derweil die Welt sich weiterdreht)
auf dass es etwas findet
weil sich am Ende jeder Frage
ein Ant zu Worten windet

Kommt der Ante dann heraus
packt ihn das Zei im Nacken
kurz ist's, als quieke eine Maus
bevor des Zeichens Kiefer knacken

Ohne Antwort bleibt die Frage
im Raume, steht darin und schwebt
So bleibt auf ewig ungeklärt
wovon ein Fragezeichen lebt

Mittwoch, 5. Oktober 2022

Der Deudre

Der Deudre (Deutscher Dreizeiler) ist ein eigenartiger Kauz. Er greift die Inspiration, die die fernöstliche Kurzlyrik in Form des Haiku, Senryu und seiner Anverwandschaft in den Kulturkreis seiner Anhänger weht, auf und setzt sie im Rahmen der jahrhundertelang gewachsenen Tradition und Kultur des Lebensraumes Deutschland um.


Nun ist das Deu des Deudre kein nationales, ausgrenzendes, sondern ein umschreibendes, auf die Sprache Deutsch in ihrer Vielfältigkeit und Geschichte bezogenes.

Der Deudre hängt der Internationalen nach und strebt beständig nach Verbrüderung mit anderen Sprachen.

Somit verbindet er selbstbewussten bayerischen Liberalismus mit dem „jönnekönne“ des Rheinländers, dem preußischen Hang zur Disziplin und norddeutsche Schweigsamkeit.

Man darf ihn auch gerne „die“ oder „das“ nennen und ein Plural-„s“ anhängen, weil dies auch den LKW so geschieht im Land der Dichter und Denker.

Dem Land der Dichter und Denker fühlt sich der Deudre insofern verpflichtet, dass er möglichst beide Elemente in sich vereinigt. So darf er auch über genügend Dichte verfügen, die zum Denken anregt, sofern er genügend durchdacht ist, Gedachtes und Beobachtetes zu verdichten.

Die Regeln des Deudre:

  1. Ein Deudre sollte sich auf drei Zeilen beschränken und eine Silbenzahl von 17 nicht überschreiten. Das Schema 5-7-5 gilt als Anhaltspunkt. Soweit der fernöstliche Einfluss und die Tradition.

  2. Die Silbenzahl 17 und somit die freiwillige Beschränkung des Deudre-Anhängers zur Komprimierung einer Beobachtung, eines Gedankens, ist eine Höchstgrenze, die den Deudre vom „freien Dreizeiler“ unterscheidet (soweit zu Preußen).
    Entsprechend dem Können des Verfassers und der Verständlichkeit der Aussage darf, ja sollte die Silbenanzahl unterschritten werden, wenn dies möglich ist.
    Das norddeutsche moin-moin als großer Wurf des Norddeutschen aus der Einsilbigkeit ist hier ein willkommener Anlauf in die Quasselei und bedarf nur einer winzigen ausschweifenden dritten Zeile, z.B. „du“, ebenso wie das  vergleichbar geschwätzige Tri tra trullala problemlos auf drei Zeilen zu brechen ist und zum nächsten Punkt führt:

  3. Ein Deudre darf durchs Gedichticht metaphern, dass es nur so schplatattert,  von Innerwelten erzählen, resümieren und kommentieren, soviel er mag und wie es (seiner Kürze) zumutbar ist. Ebenso dürfen sich in ihm Heukühe, Supermännchen und andere Spaßvögel tummeln, ohne dass es einer weiteren Kategorisierung bedarf. Wortwiederholungen, die als Stilmittel eingesetzt werden, sind willkommen ebenso wie Über- und Unterschriften. (Soweit zum Rheinland und zu Bayern)

  4. Der Deudre (er kann auch eine „sie“ sein) braucht sich von nichts und niemand was sagen zu lassen, solange er was (aus) zu sagen hat. Aber er darf. (Soweit zu Bayern)

  5. Der Deudre kennt keine Meister. Seine Anhänger sind auf Wanderschaft. Doch erkennt er Freunde. Mit seinem großen Herzen nimmt er all jene „Ruinen“ auf, die von Meistern und Büchern aus Haikuland oder Senryunien vertrieben wurden und gibt ihnen eine liberale Heimat, sofern Punkt 4 einigermaßen erfüllt ist.
    Ebenso schämt er sich seiner nicht. Zwischen Haiku und Senryu gestellt, lächelt er die Meister fremder Gedichtarten an, weiß er doch um seine Heimat. Netterweise sollte er sich ein Ruinencape umhängen.

  6. Besonders gern mag es der Deudre im Sinne der Verbrüderung bzw. Verschwesterung, wenn seine Aussage bzw. seine letzte Zeile von einem anderen Deudre aufgegriffen, fortgesetzt und/oder kommentiert wird. Dies ist dann eine so genannte „Polonaise d’eudre“.
    Ebenso liebt er es, sich zu spiegeln, zu trichtern oder dreischichtig daherzukommen. Extremsportarten wie das XLdeudring 10/14/10 stehen offen, sind aber auch ein Hinterausgang in den freien Dreizeiler.

  7. Das Anhängen weiterer Zeilen sollte der Bekömmlichkeit des Deudre zuträglich sein.

    So öffnet er sich auch den Geschwistern Tanka und dem Rengha, indem er sie freundlich an seinen gastfreundlichen Tisch bittet und zusätzliche 14 Silben in zwei Zeilen aufdeckt.

    Ebenso behält der Deudre sich vor, auf eine dritte Zeile zu verzichten.
    Denn warum sollte man einen Norddeutschen durch irgendwelche Regeln dazu nötigen, gegen seine innere Natur zu handeln?



Ludwig Janssen © 28.9.2004

Montag, 26. September 2022

Don Q und die Kunst der Windstille

schon weise bleibt der dürre Ritter
ein Reiter auch mit kleinem Bauch
von Träumen äußerlich nur matt
aus seinem Innern ist ein Schillern
und Rosinante frisst sich satt
am Heu von Dulzineens Weiden auch
noch Kräuterduft von Magenbitter

die Lanze steckt im Bohnenbeet
an ihr ranken sich Geschichten
und er, der Alte, spielt die Flöte
aus Riesenknochen, Morgenröte
fließt aus Atem in ein Dichten
das dem Wind entgegen weht

es ist das Stille zwischen Tönen
fügt sich leiser Spur zum Liede
dem Wind zu Horizont und Ruh'
so wird der still auch und hört zu
Mühlenflügeln, welche Schwingen
gleich sich senken - wenn die Luft

nicht tragen mag und lauscht
dem Liede einer kleinen Flöte
aus toten Riesen, Morgenröte
im Denken eines weisen Mannes
bess're Wehr als Schwert und Lanze
Mühlen? reimloses Lächeln!

Ludwig Janssen © 9.11.2004

Montag, 12. September 2022

schnüren

schnüren ...
... irgendwann macht man sich auf und sucht, warum auch immer. fragen gibt es nicht, der schnee ist frisch, leises knurspeln unter den sohlen das einzige geräusch. blauer vollmond - die sonne scheint. dann stößt man auf eine spur und hält ein inne.
fest - und es zerfällt. da ist noch mehr. verwittert, so flüstert ein datum. frisch, raunt ein blinder seefahrer. schnüren ...
 ... diese spur entlang und einen gedanken, den man sich nicht einzigartig denken kann, so vertraut die abfolge längst verlorenen schreitens. flucht? kreisen? aufbruch? spur ohne witterung, bytes ohne duft, der eigene atem trügerisch warm an kalten kristallen. die hielten nur die form. einzigartig. jedes menschen leben einzig, verwundbar. schnüren ...
... blutstropfen. der fuchs hört ihr pulsen ...


Ludwig Janssen © 8.2.2005 

Sonntag, 11. September 2022

Hoffnungsfroh im Gegenüberlicht

Da stehen wir uns gegenüber und erzählen uns von Sternschnuppen, ohne auch nur eine einzige aus der Tasche holen zu können. Oder etwa doch? 


Ludwig Janssen © 18.7.2005

Mittwoch, 7. September 2022

Auch wenn du nicht verstehst ...

Es gibt solche Gedichte
die wirken wirklich
unwirklich unwirtlich
mit großen Augen
aus blauem Glas

So eins ist das
und Warten auf
ein Leuchten, dass
Lesen ist, Wirklicht
tiefes Mit, empfunden

So, mein Herz
magst du gesunden!


Ludwig Janssen © 23.9.2005

Sonntag, 14. August 2022

Kohlweißlinge, Lyrik und fliegender Kappes

Ja, auch Kohlweißlinge sind Schmetterlinge,  halt nicht so langlebig wie Zitronenfalter. Und ja, sie müssen sich als Raupe durch jede Menge Kappes fressen, ehe sie sich verpuppen. Und ja, sie verwandeln dabei Kappes in Köttel.
Kappes zu Köttel und Raupe.

So ist Prosa.

Kaum hat der Kappes sich verpuppt, kaum, dass er Kohlweißling ist, flattert er plimm-plimm dahin auf der Suche nach seinesgleichen ... Kohlweißlinge und Kappes.

Schön.

Menschen sind da anders. Die haben einen Kohlweißling vor ihrem inneren Auge und meinen, Lyrik verfasst zu haben, kaum dass sie Kappes haben flattern lassen, ihren. Vielleicht mit einem Kohlweißling darin, einer dürren, bei Bedarf moralinsauren Raupe, Kötteln - doch eigentlich fliegt da Kappes. Kappesköppe kriegen halt nicht mehr zustande, da darf man nicht zu streng sein. Wenn sie Glück haben, legt ein Kohlweißling seine Eier auf sie ab, schlüpfen dessen Raupen, fressen sich durch den ganzen Kappes und verwandeln Kappes zu Kötteln und Raupe ... und gaukeln plimm-plimm anderen den Kohlweißling vor. So ist Kappes.

Ruft jemand: Kappes!

... gibt er den Kohlweißling.

Und auch das ist Prosa.

Samstag, 18. Juni 2022

Gedanke zum Thema Untergang

Ich trage so viel Ernst in mir, das halte ich bald nicht mehr aus. Wenn ich da nicht hin und wieder einen Kopfstand mache, und den schaffe ich physisch nicht, reißen meine Mundwinkel, mit denen ich mir den Ernst der Lage hin und wieder von der Seele nach oben ziehe. Dann blieben sie hängen und ich liegen, gäbe es keine Gezeiten mehr, das Ernst würde mich fluten, die nährenden Fische darin fräßen den Fischer (und nicht seine Frau) - und was noch schlimmer wäre: Es wäre mir egal …

Ludwig Janssen © 20.9.2007

Sonntag, 30. Januar 2022

Linda said: "Never fall in love with a poet."

Never trust a poet.
They tell you to spread your wings
Not aware where you are
On a peak, in the dark
At the edge
Of all words.


Ludwig Janssen © 26.10.202

Quelle der Inspiration: Dieser Tweet

Sonntag, 21. November 2021

Der Walfisch träumt ein Haus

Der Walfisch träumt ein Haus
mit Ozean darin und von Beginn
ist dort, kein Ende dieses Drehen
in enger Serpentine kannst du
es steigen, kannst es sinken sehen
Wort, und den Wal darin, im Haus
in einem Zeppelin mit Wolken
fliegt er in die Welt hinaus
liegt er zwischen Schnecken und
Ligusterhecken