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Mittwoch, 12. April 2023

Schmunzeln, ein Wort

Gestern Nacht an
dich gedacht, du fern
am Himmel Stern an Stern
da sah ich ein Schmunzeln
funzeln, auch Gestirn, mein
Hirn, es zog mit ihnen, nur
dass du schmunzelst
und so, dem Wörtlein fein
gewogen und ja, auch jenen
die mit ihm zogen, durch jene
Nacht, in der ich an dich
gedacht, schmunzelst
und mit den Sternen funzelst
weder die Stirne runzelst, noch
eines Wortes poch, poch, poch
überhörst, dich an ihm störst
und Falten wirfst ...

Ludwig Janssen © 12.4.2023

Samstag, 8. April 2023

Klangschalen

Manches, das wundersam klingt, schlägt irgendwer es an, ist in seinem Inneren hohl und in seinem Äußeren hart.

Ludwig Janssen © 3.4.2023

Samstag, 10. Dezember 2022

Vom kleinen Zei


Das kleine Zei ist stets dabei
wenn es um Fragen geht
kauert sich an deren Ende
Lauert dort von früh bis spät

(derweil die Welt sich weiterdreht)
auf dass es etwas findet
weil sich am Ende jeder Frage
ein Ant zu Worten windet

Kommt der Ante dann heraus
packt ihn das Zei im Nacken
kurz ist's, als quieke eine Maus
bevor des Zeichens Kiefer knacken

Ohne Antwort bleibt die Frage
im Raume, steht darin und schwebt
So bleibt auf ewig ungeklärt
wovon ein Fragezeichen lebt

Samstag, 7. Mai 2022

tenuto

Ich habe:
ein Wort

Klangbild zugleich
mit Wind darin, gehauchtem,
genug, dass der Anfang trägt

Auf Gänsefüßchen
kommt es daher
schwingt schwanengleich
mit sechs Punkten Anlauf
sich dir und mir
aus harten, eckigen Klammern
in alle Sinne

Überschwang und Staunen
rollt weich
von der Zunge:

“…[Vogel]…“


Ludwig Janssen © 10.1.2006

Dienstag, 3. Mai 2022

... aus dem Nichts

Ein Punkt ist dimensionslos. Er findet sich an der Schnittstelle zweier Geraden. Eine Gerade ist unendlich. Kreuzen sich zwei Wahrheiten, so sind es zwei unendliche Geraden, die sich in einem Punkt kreuzen. Wie zum Beispiel Materie und Antimaterie. Treffen sie aufeinander, löschen sie einander aus. In diesem Schnittpunkt also sind beide dimensionslos, einander verbunden und zugleich nicht vorhanden, da sie einander auslöschten. Endete also beider Geraden Unendlichkeit an diesem Schnittpunkt? Werden, kreuzen sie sich, aus zwei Wahrheiten vier? Kaum. Existieren in eben jenem dimensionslosen Punkt Materie und Antimaterie nebeneinander, ineinander verwoben und ausgelöscht, als dimensionsloses Nichts im Nichts und ist das Nichts in jener Dimensionslosigkeit etwas, das in ewigem Einander-Durchdringen vorhanden ist und lediglich nicht festzustellen? Nicht ... fest zu stellen ... Beim Urknall entstand, sagt man, ein ganzes Universum ...

Sonntag, 20. Juni 2021

som...

merabende war ihr name, sie
legte sich mit hellen stunden
schlaftrunken um mein müdes
sein trug alles dunkle in den haaren
goss es mit himmelblauem lächeln
auf meine brust und tief hinein
in das wissen um den winter, das
dort schlief und pochte, leise
klang ihr sommerhabagesang

Ludwig Janssen © 20. 6. 2021

Freitag, 23. Oktober 2020

Im Rechtschreibreformhaus

Aus einem Baum, der recht geschrieben fiel hier: ein wie - und dort: ein viel, wie vieles orthographisch neu: Spreu zu Spreu und Weizen, wieviel jeden Falls, in diesem: vor, fiel auseinander, entfiel, und ward doch arg vermisst: Ich habe es (geküsst).


Ludwig Janssen © 23. 10. 2020

Montag, 19. Oktober 2020

Nichts

Während das Nichts geschah, entstanden
ein Schiff, ein Strand, ein Hafen, dort
anzulanden in einem Wort, in einem fort
flog dort ein Mann mit seiner Insel, um
nichts anderes zu tun als mit den Wolken
zu ziehn und alles, auch der Himmel, wurde
grün, von all dem Sonnengelb, das sich
ins Blau des Malenden ergoss, während das
Nichts geschah und die Welt sich drehte.

Ludwig Janssen © 19.10.2020


Dienstag, 12. November 2019

Wortwahl. Strukturell dümmliches Nachplappern oder blanker Antisemitismus? Ein Pamphlet.


Wortwahl.

Die Wortwahl, das ist etwas, das wir, einen ausreichenden Wortschatz vorausgesetzt, haben. Und wer dann die Qual der Wahl hat, Autor oder Leser, ist offen.

Wie wir unsere Worte wählen, und welche wir wählen, das ist etwas, das Auskunft gibt über uns, über unsere Verfassung, die momentane sowie die verfassungsgebende innere Haltung. Über Rückgrat, über Haltungsschäden, über Boden- oder Käfighaltung. Die unserer Worte. Unserer Emotionen. Die schon mal ein Ei legen. Dann: Gackern.

Es gibt auch so etwas wie ein Wahlrecht. Wir haben nicht nur (wieder einen ausreichenden Wortschatz vorausgesetzt) freie Auswahl, wir sind sogar frei, die uns passenden Worte zu wählen um auszudrücken, was wir denken, von uns, von anderen – was wir reden oder schreiben, über uns, über andere.

So gesehen ist die Wortwahl etwas uns und andere Verortendes wie vielleicht die Wahl des Aufenthaltsortes, wie eine bestimmte Art sich zu kleiden: Man offenbart nicht nur, wo man sich aufhält, sondern auch die Grenzen, innerhalb derer man sich bewegt, Grenzen, die man anderen zuweist, Grenzen (schönen Gruß von Wittgenstein), die einem selbst auferlegt sind, Schranken, Einschränkung, Beschränkung, Beschränktheit. … die Beschränktheit meiner Welt. Hm, hätte er doch auch …

Es gibt Worte, die, wählt man sie aus und setzt sie ein, einem verwesenden Stück Fleisch gleich die Luft, den Raum eines Textes verpesten, die alles beherrschen, Worte, die jegliches Nachfragen erübrigen. Da gibt es ein Wort, das gleich ein ganzes Volk nicht nur in Frage stellt, sondern an den Pranger, es an den Platz zerrt, an dem der Abdecker es holen soll oder ein Arzt wie Mengele es herausschneiden. Ein Wort, das ein ganzes Volk ohne Ansehen des Einzelnen ins Meer stößt. Ein Wort, das im Vokabular der DDR-Offiziellen ebenso geläufig war wie in dem linker Gruppierungen des wiedervereinigten Deutschland, wie es ebenso geläufig dem Vokabular der Neoanazis, dem der Hamas, dem iranischer Hetzpropaganda ist:

Zionistisches Gebilde

Wer dieses Wort einsetzt, weiß, dass damit Israel gemeint ist. Nicht die Regierung, sondern das Volk. Jeder einzelne Israeli. Dieses Wort ist Antisemitismus pur, ist menschenverachtend, entwürdigend, ist, wozu Menschen, die es genau so und nicht anders haben wollen, es sich zurechtschmiedeten.

Vor einiger Zeit wurde in einem Text eines Literaturforums zweimal von diesem Wort Gebrauch gemacht.

Ich las, schluckte - und wartete auf Reaktionen. Reaktionen, die hinweisen, was dieses Wort besagt und anrichtet, Reaktionen, die klarstellen, dass dieses Wort zu jenen Wörtern gehört, die verzichtbar sind. Der Text, dem die Autorin diesen antisemitistischen Murks zufügte, wäre durchaus ohne diese menschenverachtende Polemik ausgekommen. Wo blieben sie, die Grass-Peitscher, die fleischgewordene schrumplige Antifa besagten Forums, die Abmahner strukturellen Antisemitismus‘, die Wortmimosen, die für jeden Furz nach dem Webmaster schreien mit: „Erlkönig hat mir ein Leids getan!“, wo? Was passierte?










… Nüscht …


Stattdessen:

[…]Was mich gestört hat, sind Textstellen wie diese:
„Oba, Cam und Merki sind Bluffer ...
Wo ist eigentlich Hili Clinti,“


in denen du die sonst sachliche Sprachebene verlässt und einen umgangssprachlich-kumpelhaften Ton anschlägst. Das passt überhaupt nicht.

Ansonsten ist es ein Text, der Klartext spricht. Gut.[/Quote]
 

omg … da war noch eine sprachliche Ebene, die wesentlich grottiger ist. 

[quote] […]WikiLeaks hat ja eindrucksvoll aufgezeigt wie sehr die USA im Irak um die Wahrung der Menschenrechte bemüht sind. Insofern gebe ich mich da keinen Illusionen mehr hin. In jedem Fall ein wichtiger und guter Text, […][/quote]

… und das zionistische Gebilde – geschluckt? Anstandslos. 

[quote][…] Und gut formuliert ist dein Essay auch. Könnte genausogut ein Kolumnentext sein. […][/quote] 

*kopfpatscht* „gut formuliert“ … auf welchem Auge blind, na … na? 

[quote][…] Ich finde, du hast gut recherchiert und einen sehr nachdenkenswerten Text geschrieben.
Ganz liebe Grüße,
[…][/quote] 

… wie wäre es dann mit ein wenig Nachdenken über die Formulierung „zionistisches Gebilde“ in diesem ach so sehr nachdenkenswerten Text? 

[quote][…] doch erst durch deine genaue Recherche sehe ich die Zusammenhänge klar.
Verdienstvolle Arbeit,
[…][/quote] 

Nun ja, wer hier pausbackig die Arbeit verdienstvoll preist, meint vielleicht den Essay, schließt jedoch zumindest in diese (hiermit fragwürdige) Auszeichnung die Diffamierung Israels als „zionistisches Gebilde“ billigend mit ein. 

[quote][…] ich hätte nur einen kleinen Änderungsvorschlag, nenne es statt Text besser Essay, denn Dein Werk ist (mehr als) eine geistreiche Abhandlung. […][/Quote]

… und ein ganzes Volk (das israelische) dem Propaganda-Vokabular von Neonazis und terroristischen Vereinigungen preiszugeben war dann wohl besonders geistreich abgehandelt?

Tja.

Hm.

O … M … G


Musst du, fragte ich mich, dir das unbedingt antun, dir wieder den Zorn und die Häme solcher Kappesköppe auf den Buckel zu schreiben? Musst du, gerade du, der du dich kaum um Politik scherst, die Klappe aufreißen und von Antisemitismus und struktureller Dämlichkeit schreiben? Musst du, gerade du, der sich nicht scheut, anderen mit dem rhetorischen Florett vor der Nase herumzufuchteln oder den Gürtel ihrer Wortsäcke zu durchtrennen, an einem polemischen Säbel Anstoß nehmen? Gar eine Kolumne darüber schreiben und andere mahnen, auf die Wortwahl zu achten? Nein, auf ihre Wortwahl, die doch eine freie ist und von deiner so verschieden wie Sonne und Mond? Das fragte ich mich in der zurückliegenden Zeit, in der ich zur Sache nur eine kleine Satire vom Stapel ließ, die wenig ausrichtete und lediglich einen der üblichen Verdächtigen veranlasste, sein Beinchen daran zu verheben.

Muss ich? Nein! Aber – ich hatte die Wahl. Welche ich traf, ist zu lesen. Wohlan, mein Wort, nimm Abschied – und gesunde. Und du, antisemitistische Killer-Phrase, bleibe außerhalb der Grenzen meiner Welt.

Nachtrag:

Das ist jetzt Jahre her.

Die Kolumne hing ab wie ein Fasan unter Vegetariern.

Tatsächlich fand keine Auseinandersetzung mit dem Gebrauch dieser menschenverachtenden Phrase statt. Der Text verschwand, als seine Autorin sich irgendwann später ab- und dann wieder anmeldete. Das Phänomen, dass niemand, auch nicht der Webmaster, unter besagtem Text und dessen schmalbrüstig billigenden Kommentaren Anstoß nahm, das Wort ergriff, ließ mich innerlich noch mehr Abstand von der sich schreibend kokonierenden Community nehmen, als die mit der Veränderung der Autorenschaft zunehmende Beliebigkeit und Verflachung der dort zu lesenden Texte es ohnehin schon bewirkt hatten.

Ich wurde sensitiviert für den Umstand, dass es innerhalb eines nur scheinbar geschlossenen Systems so etwas wie einen Konsens zu geächteten Wörtern gibt und dem Umgang mit ihnen. Da die intellektuelle Zusammensetzung einer sich Literaturforum brüstenden (bürstenden?) Community ein Fließgleichgewicht darstellt, verändert sich mit der Zusammensetzung der sich dort schreibend Veröffentlichenden der Pool geächteter Wörter, nicht jedoch besagter Konsens.

Samstag, 20. Oktober 2018

Hülsenfrüchte


Man findet sie, in Hülsen
gehüllt und auch als eben
solche guter Hoffnung
leben, wenn sie gehen ... hier
hin, dort hin
über gehend und auch Überall
Geschriebenem Inhalt
eines nach ihnen oder Luft
Schnappenden, Widerhall
tragen sie Frucht oder gehen
unter in Mengen.

Ludwig Janssen © 20.10.2018

Dienstag, 10. April 2018

Schlimme Sache




Wie aus dem Nichts kommt sie über mich. Ich weiß nicht, ob mir jemals irgendeine Seele nachempfinden kann, wie das ist. So eine Dimpression ist kein Pappenstiel, sonst würde man sie auch nicht Dimpression nennen. Sie ist vielmehr eine gestörte Wahrnehmung, das beklemmend gewisse Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Mit mir, mit meinen Sinnen, die mich im Stich lassen, mutterseelenallein mit dieser fetten Dimpression. Die mir in die Augen kriecht und von dort in mein Hirn, zu meinen Füßen ausufert, sie einschließt. Die über den Horziont hinaus läuft, in den Himmel hinein, um von dort auf mich herab zu schauen, ein kleines Würstchen mit einer Dimpression. Wenn doch nur die Sonne scheinen würde. Ein Windchen wehen. Aber es regnet. Es regnet auf meine Dimpression, es regnet in meine Dimpression und es ist kalt. Meine Füße sind nass und kalt, meine Nase ist nass und kalt und meine Hände sind es auch. Nass und kalt und Dimpression. Ich fühle, wie sie von mir Besitz ergreift; sie schließt mich ganz und gar ein - und dich lässt das alles kalt. Wie kannst du mir das nur antun? Wie bringst du es übers Herz, mich dieser Dimpression auszuliefern? Du bist Teil meiner Dimpression. Kannst ja gar nicht anders. Nur ich, nur ich selbst kann mich aus dieser Dimpression retten. Ich stecke meine nasse, kalte Nase in dein Ohr, stecke meine nassen, kalten Hände in deinen Nacken und ich hole mir das fehlende Stran aus deinem Quieken, von deinem warmen Rücken pflücke ich es mir, halte es gegen die Dimpression - schon ist die Welt in Ordnung. Du windest dich, nennst mich Blödmann - aber das macht mir doch jetzt nichts mehr aus. Hauptsache, dass ich diese verflixte Dimpression losgeworden bin. Alles ist in Ordnung, die Welt habe ich im Döschen und ein Stran für meine Dimpression. Jetzt ist sie schön, auch bei Regen. Komm, lass uns das gemeinsam genießen - da hinten ist Arngast, wir sind komplett!


Ludwig Janssen © 22.3.2007

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Finterwinder



Der Finter ist ein Winder
seine Klüten balt
dringen tief vom Kirne aus
mei inne Glapperstehalt
Das kinstert und kanstert
wockt fleiß, und staum kockt
mir das Glut zu Brütze
Da schommst du, klingst
deine Mirme um Ach
und ich selde zu weriger Pfütze
Der Finter ist ein Winder
seine Klüten balt
dringen tief vom Kirne aus
mei inne Glapperstehalt
Ich schlale unch stelfend mid
herme träubei mir, was nicht
wen seinn, denn ich kanke
und mach doche ich dir, was
ich Eibe zu hagen, meine
Schentasie zum Gephanke
Der Finter ist ein Winder
mit einem Varin dogel
gleich verem Eichhorn einschläft

der zalte Keiten im Kobel.

Ludwig Janssen © 6.12.2009

Sonntag, 26. November 2017

Tagabe unterwegs

Der Tagabe aus Samsnd fuhr
Rad, kam an in Sonnnd. 
Blieb, eine blaue Stunde lang,
schwang dann erneut aufs
Rad sich, fuhr, wie gewohnt:
zum Mond!

Ludwig Janssen © 26.11.2017

Sonntag, 6. August 2017

woanders

ich liebe ein wort: woanders
streichle seine flanken so
anders als seinen bauch, salam
anders auch wo anders als
hier bei mir geht es ihm gut

Ludwig Janssen © 6.8.2017

Montag, 12. Juni 2017

... Punkt

Heute legt nur mehr Meer, sonst nichts an gesichts allen Fehlen eines Betrachters an. Kein Frachter, beladen mit irgendetwas, ein er Projektion vielleicht, tuckert, kehrt heim. Kein Vogel und das Meer sich selbst Konjunkt ion, ein: Flut und Ebbe enden hier, an diesem


Ludwig Janssen © 12.6.2017

Mittwoch, 3. Mai 2017

Imagination


Ich stelle mir das so vor, dass Vorstellungsvermögen das Vermögen ist, aus dem heraus Mensch investiert, um etwas vor sich stellen zu können:
Imagination, als Imago flatterfortend und der Nation der Imagi nicht fremd. Imag Nati, König der Imagis, und Gina Magina, ihre Königin, formen während ihres Imaginats aus jedem Ion Bilder, entlassen diese in den Raum des Vorstellungsvermögens und warten auf Einatmung, auch Ginatio Im genannt, die den Raum weitet und dein Im auf ein vierzehntägiges Maginat vorbereitet, während dem es sich vom On über die Nati zum Imago entwickelt.

Ludwig Janssen © 22.8.2006

Montag, 3. April 2017

sonnen summen schlafen


kuhle muhle
puppenauge
bleiche biene weich

im gewabe honiglabe
summsophiles propolis
nektarine transformate
königinnenreich

summse summse
pflegeeifer
pollen püppchen in gelee
sammler wibbeln sonnentanz
im gewimmel wächter

im gewummel drohnenbummel
um der weiselzellen warten
knospenharze deckelung
lindenblattlaus blütenschiss

kuhle muhle
puppenauge
weiche biene bleich
traum der jungen königin
kuhle muhle
hexagon

apis argonautensohn
im melliferenreich


Ludwig Janssen © 4.9.2008

Donnerstag, 16. März 2017

Wer ist pro Sa?



ich bin für sie da, die Sa, jedenfalls eingestellt und sie mag es am Stück, selbst Scheibchenweisen, und deren Waisen zieht sie behutsam die Umbrüche aus den kleinen Hintern und fügt sie. Zusammen. Darf sie das? Fragt sie das? Nach? Ach so, Sa, pro Sa zu sein ist Prosa, Prosamen, Prosamensch, rosa, Mensch, Rosa! Ek sall jej kussen! Daag! (verabschiedet sich Herr van Veen).


Ludwig Janssen © 29.4.2006

Montag, 6. März 2017

Aus einem Gedicht

Mein lyrisches Ich wäre
gern deines, komm, lies
dies, laut: Ich wäre gerne
Du in meinem Geist, frei
singt es dein Lied.

Ludwig Janssen © 6.3.2017