Donnerstag, 22. Mai 2014

Leben in Metaphern: Vom Anbranden und Anlanden

Brandung. Tosendes erleben müssen. Tosendes Erleben. Vor langer Zeit. Leben müssen. Die Zeit lang. Erleben dann erlebt worden sein. Zeitlang. Erlebnisse, Erinnerungen, weit wie das Meer und ebenso unübersichtlich, lassen nicht los. Jedes Wieder-Sehen am selben Meer und die Wellen landen an mit "Wenn ...", laufen aus, ziehen sich zurück mit "Als ..." - eine andere Art Gezeiten, Erinnern wie Ebbe und Flut. Mit den Jahren dann und der Einwilligung ins Loslassen das Meer dann Meer, das es ist - und, dass es ist, kommt und geht. Mit ihm unsere Geschichten, Bindungen, unser Loslassen: Schiffe, Boote und Nussschalen.

Ludwig Janssen © 21.5.2014

Kommentare:

rittiner gomez hat gesagt…

schön hier auf das meer zu treffen.

:Ludwig hat gesagt…

Danke schön, das freut mich. Du findest noch mehr, hier ... :)

Kräuterfraala hat gesagt…

Ich mag deine Metaphern. Dir übrigens noch ein ♥-liches "Danke"!

Wehen sind wie Wellen oder wie die steigende Flut - Ankunft. Manches Sterben - das man begleiten "darf" - ist wie die Stille nach einem plötzlichen Sturm, manches Mal allerdings wie ein langsames, aber stetiges Zurückziehen bei Ebbe.

Ist es nicht seltsam? Viele genießen den Anblick des Atlantiks mit seiner stürmischen See. Wenn sie selber im Boot sitzen, ziehen sie allerdings den Pazifik vor.

Momentan taumelt wieder eine kleine Nussschale über den Atlantik. Die Ebbe wird sie absehbar mit sich mitnehmen. Schon jetzt sind die Erinnerungsgezeiten an gemeinsame Erlebnisse ein Trost für den endgültigen Abschied.

Liebe Grüße
Carola