Dienstag, 7. Mai 2024

Wenn ich das Licht ausschalte

Ihr wartet schon so lange Zeit

das ist wenn ihr mit mir seid

und ich fürchte ich nicht an

euch denke seid ihr bereit mich

einzuhüllen in euer dasein mit

zu nehmen in eure Arme die

warten dass ich das Licht aus

knipse und mitten in dir Dunkel

sitze dich Stille in den Ohren nein

fühle ich mich nicht verloren mein

Sinnen höre ich Gedanken spinnen

an einem von ihnen hänge ich kann

fliegen Spinnlein im vergehenden

Sommer mit dem letzten warmen

Abendwind müdes Lachen leise

meine Reise beginnt wenn ihr beide

ohne mich seid und ich nicht mehr

liege in eurem warmen Umarmen

mein Sinnen und Spinnen euch gilt

all mein Loslassen angekommen ist


Ludwig Janssen © 7.5.2024

Piktolyrik № 0,1 bis 0,3

Piktolyrik № 0,1

schwanger


(e)



Piktolyrik № 0,2

Brutkasten


[e]



Piktolyrik № 0,3

7.10.23


[(ė)]


Ludwig Janssen © 7.5.2024

Freitag, 3. Mai 2024

... Universum

Dem Silbenschwein mondete Strahlen so

klar waren die Nacht und silbern ihr Klang

schwang auf dem Mitternachtsläuten fein

erfreuten flirrende Falter sich an wenigen

Leuten, die zum Himmel blickten und Lieder

hinauf in den Mondschein schickten, da war

so ein Wundern, kindliches Kichern hing, wo

das Haar Berenikes am Wortsaum sich fing

waldeten neue Geschichten auf und blieben mit

all ihrem Wispern und All ihren Bäumen Träumen

in einem Univers um deine Stirn, dein Denken wo

hin wird es dich tragen an Tagen voll Sonne, Scheinen

will meinen, so, wie du unter Sternengewimmel ein

Himmel bist und Weg wandernder Worte und Seen

wird nur durch dich ein Blick in die Welt entstehen

aus Silbenschweins Lauf über den Dächern der

schlafenden Stadt, die gewartet hat auf einen

Menschen und die Sphäre Raum im und dem


Ludwig Janssen © 3.5.2024

Montag, 29. April 2024

Am Meer

Dünung Bewegung ferner Stürme Schweigen

Wörter darin schwimmen schon lang nicht

mehr treiben Wolken salzige Luft landein

Wellenschlag verläuft sich im Ufertraum

Schaum knistert Muschelschale flüstert

Tiefe Treibholz vergangener Schiffe landet

an Erzähltes zu deinen Füßen Horizonte


Ludwig Janssen © 29.4.2024

Samstag, 27. April 2024

Du bist nur ein Wort

Heimat du bist nur ein Wort

Ort an dem mich Menschen

verrieten und verkauften bist

Hülse Brot das Fremde

Vögel fraßen sich dran satt wer

hat dich Kleid hierher gelegt der

Weg führt mich aus kaltem

Hexenhaus hinaus und Schlag

um Schlag erfinde ich dich neu

der Weg aus altem Leid


Ludwig Janssen © 27.4.2024

Freitag, 26. April 2024

Ich liebe dich wie ...

 Ich liebe dich wie Sonnenunter

gänge die gehen tief auch ohne

mich und der Erde Drehen Eigent

licht sinkt ins Rot und Dunkel

folgt mit Sternen Nacht Gemunkel

bis wiederum ganz ohne mich

und mein Tun ein neuer Tag

von Osten her dich Sonne trägt

hin zum Untergang wie lieb ich dich

Ludwig  Janssen © 26.4.2024

Dienstag, 23. April 2024

Stare am Himmel

 Da sind Stare am Himmel in Scharen

in all den Jahren hab ich erfahren dass

das mit ihrem Gewimmel ohne Berührung

geschieht sie ohne Lied tief ins Gemüt

uns reichen eine Wolke Vogel ein Tag wie

der andere schwingt über dem Horizont

tanzt sich zu Jahren zwischen Blau und

Boden Geflirre Gesirre auf und davon


Ludwig Janssen © 23.4.2024

Satz deine Zeichen

Satz deine Zeichen setzten sich

nun Schlamm schnellen Schrittes

aufgewühlt in seichten Teichen

stelltest du Fragen in den Raum

Wort aus dem Munde schlug

es nicht der Stunde ins Gesicht

brandend und verlandend hin

unter anderem quollen ihm aus

den Ohren verloren Satz deine

Zeichen


Ludwig Janssen © 23.4.24

Die Schwere deines Herzens

Es ist die Schwere deines Herzens

die wie das Dunkel auf dem Land

und deinem Schweigen Zeichen

ruht über schwarzgeweinten Teichen

Neumondenschimmer Glimmer im

Granit so kalt der Schemen Nacht

Gestalt in müdem Augenschein

Nein dem Hoffen eines Märzens

Frühling Frost und Felsenwand


Ludwig Janssen © 22.4.24

Freitag, 12. April 2024

Ist was wirklich?

Elfen unwahr - was ist wirklich? So sehe ich dich träumen,  Spaziergang am Morgen, Gedanken wehen aus deinem Haar, spiegeln sich in Wassertropfen. So glänzen sie in Wiesen, schwingen zarte Netze, nicht fein genug zu fangen diese Spur: Dass du hier warst, glaubst du. Diese Bilder sind dort, in dir, wirklich, wahr ist: Deine Gedanken bleiben hier Elfen.

Ludwig Janssen © 24.9.2004