Donnerstag, 2. Januar 2014

Zoom: Universum - Mensch : Voids - Badeschaum - Quantengewölk

Es ist ein Kreuz
mit den Voids
Riesige Blubber
blasen drum
herum rasen
Sterne in Seifen
geschiller die Villa
Weltall ist Schaum
Galaxien und das bisschen
baryonische Materie
interaktiv mit Licht
das Dunkle
das meiste
das dreiste feiste, weißte
ahnt man nur
kennt man nicht
sieht man nicht
doch von Gewicht
ist, was wir nicht kennen
nennen
wir es die große Unbekannte
die man Dunkle Materie nannte
ihre Gravitation gab es schon
vor der der lichten
das berichten die Weisen
die sie preisen
sonst gäbe es nicht
die Ansammlung der Galaxien
die wir sehen, zu Haufen, zu Wänden

unsere Theorien enden in der Struktur
unseres Alls jedenfalls
in den Wänden von Seifenblasen
 
räumen rasen Sterne und blinken
im Innern sind Voids
ein Kreuz
ist es
das leer nicht gleich leer ist
so hinken
wir hinterher
ein Haufen Leer
mit Quantenwirbeln
drumherum
stumm
schaue ich deinen Multiversen
auf die Fersen
und lese: du
atmest sie ein

und aus
das Leben
ist eben
dreidimensional und
weiter reicht es nicht
als was zu Gesicht
denen kam, die weiter
sahen als wir
und jetzt
beweise ich dir
dass auch ich kreise
ziehe im Raum
Zeit ist kein Traum
doch das Streben
nach einem weiteren Leben
wird sich ergeben
oder erledigen
predigen wir
dass das All
sich nur sehen wollte und denken
und formte bissi baryonischen Flitter
Gewitter, Wechselwirken
stark, schwach, elektromagnetisch und Gravitation
das wars auch schon für diese Nacht

sei bedacht
mit diesem Gedicht
weiter mag ich nicht
dichten, ausrichten
kann ich ja nichts außer
"Schönen Gruß"
vom Sirius
der nicht schlafen muss
er hellt und bellt
im Dunkel der Nacht
Träum schön, du, bis
der Tag erwacht
und auch das ist oneeighty
und halb so schön
kannst aber blauen
Himmel seh'n
nur trauen kannst du nicht
dem, was er verspricht
mit wolkigem Weiß
du weißt
wie der wahre Himmel heißt
in meinen braunen Augen ...
Ludwig Janssen © 23.6.2008
 
 
 


Kommentare:

Sui Pleschar hat gesagt…

das fehlst mir eljott.synesthetikerspiele im morgendlichen Rhythmus. und: nach vielen Jahren des grübelns und probierens muss ich sagen, eine nasse Jeans ausklatschen klingt wie: 'fetter Kirschbaum'!
Su/ArFeiniel

:Ludwig hat gesagt…

:)!

Und ja, lass uns halt nach weiteren Wörtern suchen in quietschenden Gartentörchen zum Beispiel oder halt nach dem quietschenden gusseisernen Gartentor in Harmonie ...

Ich weiß dich nach wOrten lauschen.

Hier: Das Label "klangbild". Ich habe nicht alle online.

:Ludwig hat gesagt…

und zu:

Where were we?

Wie wäre es mit "where we are?"? :)

Sui Pleschar hat gesagt…

Aber die schöne Alliteration! Wie: wieder Wien. von der sinnbildlichen Veränderung ganz abgesehen. Meine Augen kleben noch nach Wellen und: hier liegt Schnee! und du?

:Ludwig hat gesagt…

Mhm, auch wenn ww auch eine wäre, dann halt: where we were?

Wien wie:
W - wie geschäftigen Treibens stetes Summen?
ie - wie Oberton verspannter Hektik?
n - wie der verschlossene Mund mit hinter die Zähne gezähmter Zunge?

Ja? :)

Sui Pleschar hat gesagt…

noa danke, where were we? ist schlicht richtiger.

n.. mit verschlossenem mund ist {m}.
...legt sich doch Zähne zwischen lippen.zwingt zu lächeln oder zu schmollen, wenn man das mag.

sonst: ja!genau.WIE

:Ludwig hat gesagt…

hm, obs schlicht richtiger ist, hm, hm ...
Aber ich bin kein native Speaker und war nur 2 Jahre im englischsprachigen Ausland. Mag sein, dass ich mich irre.

M mt ... sum/mt jedoch hinter verschlossenen Lippen. Das n hinter Lächeln und Zähnen habe ich jetzt ebenfalls gefunden. Da zieht bereits das ie die Lefzen zu den Ohrläppchen und unter die Nase, dehnt den Amorbogen zum Flitschegummi und Wien zum Aufheulen einer hochtourigen Rennmaschine ... wien wien wiewienwien wiiien wiiiiiiiien wiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiien

... o/o

omg :)

Sui Pleschar hat gesagt…

wi(e)nter(ror)schach(test)

http://www.dict.cc/?s=where+were+we

o/o wie wir da liegen ein jedes in seinem ohr und zwischen die lippenspitzchen fühlen. wien reißt an den Muskeln im Gesicht in diesem ewigen Wind.

Sui Pleschar hat gesagt…

ich habe in einer handvoll Schaum gelesen wie es zischst und knackt an den Rändern der Universen. und während All die Blasen ineinander gleiten/gleiteten einen Entschluß gefasst, die Hand ein paar mal kreisend geschüttelt und da ich umgeben war: aus dem Vollen geschöpft und gleich nocheinmal/gleichwohl doch alle Flaschenkappen in den Wellen versanken. Ich bin der Anfang und das Ende... aber ich brauche mehr Licht!

:Ludwig hat gesagt…

Eine Göttin! :)

Schaumgeboren?

Nun, mir gefällt, dass du den Text nachvollzogst und dir deine eigenen Gedanken machtest, mir davon erzähltest und ein Lächeln schenktest, danke schön!


PS: Hier erläutert Harald Lesch die Wabenstruktur des (sichtbaren)Universums mit riesigen Leerräumen(Voids)darin:
http://www.youtube.com/watch?v=XAhTtLpTVf0

Lesch über das Nichts im Weltraum:
http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/alpha-centauri/alpha-centauri-loecher-harald-lesch100.html

PPS: Hier mehr zu Voids und möglichen Paralleluniversen:
http://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/56675/

Pst: http://de.pons.eu/text-übersetzung

Sui Pleschar hat gesagt…

immer gerne, ich danke.

so schlimm stehts mit meinem Deutsch aber eh nicht, dass ich ein Übersetzungsprogramm bräuchte für den Artikel. :) kommst du nicht hinweg über www?

(Der zweite Videolink funktioniert leider nicht wirklich, irgendwie fällt sich der Herr dauernd selbst ins Wort. ich such mal noch ein bisschen weiter.)

Sui Pleschar hat gesagt…

In the meantime: Astronomische Bildung inkl. Gehirngänsehaut:
http://www.youtube.com/watch?v=ak8S8FN3ycA

:Ludwig hat gesagt…

:) ja, ich dachte, es läge an meinem PC.

Und ja, es wurmt wild witzelnd, was wahrscheinlich wertes PONS an beider Möglichkeit bot, DiccDings nicht mein liebstes ist. Bei Wendungenrede wenglischer Wrache.

:Ludwig hat gesagt…

Die Musik ist hui!, ist Storytelling.

Sui Pleschar hat gesagt…

Die Musikerin reißt regelmäßig riesenhafte Ritzen in real geglaubtes!
wertes PONS liefert aber auch allerlei Schwachsinn. Befragt man es beispielsweise mit Wendungen wie: would he contemn her- setzt es ganz aus und verzieht sich traurig in eine Ecke. jawohl.

:Ludwig hat gesagt…

Oh, dieses traurige kleine PONSter in der Ecke ... Füttern verboten? Nun, zum VaterPONSer taugts halt auch nicht.

Sui Pleschar hat gesagt…

:voids are vast potential

:Ludwig hat gesagt…

Voids wäre auch ein schönes Kernwort für einen RAP, hm?

Schön, dass du dich wieder rührtest. Nun, da du auf __ ein Void ließest, wo liest man dich?

:)!

Sui Pleschar hat gesagt…

Ohren lesen aus meiner Kehle wo ich lieg und steh. Augen lesen aus meiner Stirn wo ich flieg und geh. wortweit.

:Ludwig hat gesagt…

Wohlan, chagallen Sie wohl, in Wortweit an der Donau und gestirnen Sie aus Ihrem Schweben ... :)!

Ich selbst habe im Übrigen noch immer nicht den Klappentext gelesen und lediglich die zitierte Passage aus dem Dialog auf und hinter der Stirn :)

Sui Pleschar hat gesagt…

ich mag Chagall nicht, aber die Donau- dringt sie doch auch aus der Au, der ich entsprang. Flussabwärts geht es sich leichter und irgendwann werden wir salziger: Meer oder Treibgut und Sand.

Diesseits des Buchrückens ist diese Passage immer noch Klappentext irgendwo im hellgrünen Abteil des Regals. Meine Buchhaltung ist nicht annähernd artgerecht. Und: ich hab eine echte Didi an der Hand.

Baust du dir WOrtgeflechte um die Hirnrinde zu spüren wie sie pulst links und hinter den Ohren? Zauberst dir Sinn auf und hinter die Stirn wo nur Licht wohnt? Geweldig.

Haltegrade an sensorischen Gussrändern suchend weichen wir weißen Schlangen aus, die in unseren Rücken leben
und gestirnen wir auch All ein s im beben so neben einander hin.

:)

Sui Pleschar hat gesagt…

scherenschnitt.
lautmalerisches unter den Worten. wie es auf und zu rischt um den Anker eines r dann schnell durchs Haar fährt und mit itt wie in schritt finiert wenn das Haar fällt.

:Ludwig hat gesagt…

Sprachlos schöne Kommentare gelesen, danke schön dir dafür.

Von Chagall weiß ich nicht viel, vielleicht gerade so viel wie von Beckett, aber als man meinen Mondvogel chagallisch angehaucht nannte, beschäftigte ich mich - fand die Farbwahl schön, und dass er Menschen schweben ließ, erst recht.

Scherenschnitt (Auf deinen Schiffen Phonetiens:

Ja! Das leuchtet mir ein. Sch-n-itt, das passt sehr gut zu den aneinander und im Geschnittenen reibenden Klingen, dann zum zwingenden Moment, der das Haar trennt, und itt passt wie das ied von Ab-schied zum Fallenden, sehr schön!
Auch schön das r von Ankerrrrrrrr - das rasselt mir eine Ankerkette (zwar, doch das Schiffchen eines Reißverschlusses, klar, warrrrrum nicht?!).
Das Sche meintest du im Geräusch der sich öffnenden Scherenblätter wiederzuerkennen? Phan-tas-tisch! Wunderschön!

Ein wirklich beeindruckendes Schiff Phonetiens ließest du hier in See stechen, Sui Pleschar. Prinzessin Nurphonetis hat ihre helle Freude daran.

Anker lichten!

An - der Griff an den Hebel
k - das Lösen der Sperre
rrrrrrrrrrrr - fahren die Kettenglieder aus dem Schiffsbauch hinab in die See.

Ups. :) Wir liegen vor Anker, licht ist lediglich dem Gemüt. Alte Männer bringen gern mal was durcheinander, doch solange sie lächeln dabei ... :)


Sui Pleschar hat gesagt…

Ah ich verrwechselte: Chagall ist der Allegorist! Farbe, ja, Fabeln tausendfach zerlebter Momente: ich mag seine Kohleskizzenblätter. Gauguin glitt zwischen mich und klare Sicht: den will ich lieber nicht, auch nicht im Schweben. (wegen wegen wegen)

Liest mich also hier, hier!

Nusschalen brauchen keine Anker nur gutes Gleichgewicht ..

gleich wohl die Planken, die knarrenden und Kathedralenhafte Wölbung eines Bugs, gewogen Walen zu ähneln geben mir doch sanftes Ziehen einer Ankerkette zu. kalt und schwer und gussgraten. darüber: Seilend - ferner. (wo die Stille bauscht)

Nurphonetis: mit den Ohren dem breiten Fluss folgend - und wie die Bänder wogen zwischen Kehle und den Lippen, einer Enge vor der Mündung.
das Rasseln einer Ankerkette zerreißt ihr Lauschen; bauschen, schauen: wer?

Sui Pleschar hat gesagt…

ich halt die Schere offen in der Hand, nach einem Ziel suchend:

greife um und schließe kurz mit Kraft: sche/schon schaben die Blätter aneinander und wie die Pause zwischen Atemzügen rollt das r kurz bevor die Blätter sich mühelos und schnell voneinander lösen: en um sich sogleich wieder anzunähern den Widerstand zerteilend: schn und itt zwangsläufiges.

wohlso, vielleicht.


Sui Pleschar hat gesagt…

oh und:
http://www.youtube.com/watch?v=d0eSRKMYXh4

:Ludwig hat gesagt…

Phonologopoesie, das, hm? was meinst du? Wäre das eine treffende Bezeichnung?

Cocorosie kannte ich schon, dies hier nicht so mein Ding.

Hier mein "Geheimtipp" Ola Szmidt (Schöne Lyrics)
https://soundcloud.com/olaszmidt/elephants-above-feat-andrew

Sui Pleschar hat gesagt…

ja, na, ne nicht so meins das, either.