Samstag, 22. September 2007

Karpfen, Mond und Zirkelschneck

Der Mond läßt feine Silberfäden
um die Häuserwände streichen,
schleicht an schwarzen Fensterläden
entlang zum Park mit seinen Teichen.

Bereit, in nächtlichen Gesängen,
Sein und Kannsein zu verzwirbeln
und auf sphärenzarten Klängen
mit seinem Freund durchs All zu wirbeln.

Der Zirkelschneck hat mit dem Drehen
kosmophiler Pirouetten
schon begonnen, und sie wehen
davon, als ob sie Ziele hätten.

Vertieft in solche Himmelslieder
läßt der Karpfen Blasen steigen,
singt, im Kreise seiner Brüder,
die Lieder, die den Fischen eigen.

In solchen Nächten wachsen diesen
Freunden Flügel aus den Zeiten
als drei Engel Gott verließen
und den Gesang der Ewigkeiten.

Ludwig Janssen © 06.03.2003

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